Die Wahl des Standorts in den 1960er Jahren war bewusst symbolisch: Das Gymnasium liegt genau zwischen dem gewaltigen Industriekomplex der Zeche und Kokerei Zollverein — damals das größte Bergwerk der Welt, heute UNESCO-Weltkulturerbe — und einer über 950-jährigen christlichen Tradition, verkörpert durch die alte Stiftskirche und das Karmelitinnenkloster.
In diesem Spannungsfeld von Arbeit und Glaube wurde 1966 eine für die damalige Schullandschaft revolutionäre Idee umgesetzt: Das Bistum Essen gründete im Essener Norden das erste Ganztagsgymnasium in NRW als Tagesheimschule – eine Brücke zwischen der industriellen Gegenwart des Ruhrgebiets und einer offenen Zukunft für die Kinder der Region.