Unsere Schule

Unsere Geschichte

Gegründet 1966 mit dem klaren Auftrag, Kindern des Essener Nordens eine echte Bildungschance zu eröffnen — das Gymnasium Am Stoppenberg hat sechs Jahrzehnte Ruhrgebietsgeschichte mitgeschrieben.

Sechs Jahrzehnte
1966 2026

Bildung im Essener Norden

Standort mit Symbolcharakter

Zwischen Zeche und Stiftskirche

Die Wahl des Standorts in den 1960er Jahren war bewusst symbolisch: Das Gymnasium liegt genau zwischen dem gewaltigen Industriekomplex der Zeche und Kokerei Zollverein — damals das größte Bergwerk der Welt, heute UNESCO-Weltkulturerbe — und einer über 950-jährigen christlichen Tradition, verkörpert durch die alte Stiftskirche und das Karmelitinnenkloster.

In diesem Spannungsfeld von Arbeit und Glaube wurde 1966 eine für die damalige Schullandschaft revolutionäre Idee umgesetzt: Das Bistum Essen gründete im Essener Norden das erste Ganztagsgymnasium in NRW als Tagesheimschule – eine Brücke zwischen der industriellen Gegenwart des Ruhrgebiets und einer offenen Zukunft für die Kinder der Region.

Luftaufnahme des Mühlenbruchs und seiner Umgebung im Jahr 1966 vor dem Bau des Gymnasiums Am Stoppenberg
Der Mühlenbruch 1966 Das spätere Schulgelände ist auf der historischen Luftaufnahme noch unbebaut.

„Kinder des Essener Nordens [sollen] eine echte Bildungschance erhalten.“

Gründungsurkunde 1968, eingemauert in den Grundstein des Schulgebäudes
Schulgründung 1966

Ein Gymnasium im Essener Norden

Auf dem damals noch unbebauten Mühlenbruch entstand innerhalb weniger Jahre ein neuer Schulstandort. Karl Heinrich Brokerhoff übernahm als erster Schulleiter den Aufbau; mit dem Schulgebäude erhielt die junge Schule ihre dauerhafte Heimat.

Karl Heinrich Brokerhoff im Gespräch auf dem Schulgelände
Erster Schulleiter 1966–1986

Karl Heinrich Brokerhoff

Der Erzieher und Autor Karl Heinrich Brokerhoff (1922–2018) baute das Gymnasium Am Stoppenberg von Grund auf auf und leitete es über zwei Jahrzehnte lang. Unter seiner Führung wurde das Gymnasium Am Stoppenberg zu einem etablierten Ganztagsgymnasium des Essener Nordens.

Das Schulgebäude des Gymnasiums Am Stoppenberg während der Bauphase
1968–1969

Vom Mühlenbruch zum Schulstandort

1968 wird der Grundstein für das neue Schulgebäude gelegt; im folgenden Jahr zieht das Gymnasium vom Provisorium in Essen-Katernberg an den Mühlenbruch. In den Grundstein wird die Gründungsurkunde eingemauert, die den sozialen Bildungsauftrag für die Nachwelt festhält.

Chronik

60 Jahre auf einen Blick

1966–1976

Gründung und Aufbau

1966

Gründung des Gymnasiums & Start im Provisorium

Auf Initiative von Bischof Dr. Franz Hengsbach gründet das Bistum Essen das Gymnasium Am Stoppenberg. Es ist die erste Schule der damals noch jungen Diözese und zugleich NRWs erstes Tagesheim-Gymnasium. Der Unterricht beginnt zunächst noch in einem Provisorium in Essen-Katernberg. Erster Schulleiter: Karl Heinrich Brokerhoff (1922–2018).

Schülerinnen und Schüler vor dem Katernberger Schulprovisorium
Baustelle und Grundsteinlegung des Gymnasiums Am Stoppenberg
1968

Grundsteinlegung am Stoppenberg

Im Mai wird der Grundstein für das neue Schulgebäude gelegt. In ihn wird die Gründungsurkunde eingemauert, die den sozialen und pädagogischen Auftrag der jungen Tagesheimschule für die Zukunft festhält.

Das neue Schulgebäude des Gymnasiums Am Stoppenberg
1969

Der Campus wächst & Umzug ins neue Gebäude

Ein Meilenstein für die Schulgemeinschaft: Im August zieht das Gymnasium vom Katernberger Provisorium in das neue Gebäude im Mühlenbruch um. Gleichzeitig wird die Realschule Am Stoppenberg auf dem Gelände eröffnet.

1970

Taufe der „Molly“-Lok und Handwerksunterricht

Im Juli wird die Spielplatz-Lok auf dem Pausenhof unter großem Jubel auf den Namen „Molly“ getauft. Zudem bereichert fortan der neu eingeführte Handwerksunterricht das praktische und kreative Lernangebot.

Schülerinnen und Schüler bei der Taufe der Lok Molly
Historische Aufnahme des Speisesaals
1972

Eröffnung des großen Speisesaals

Als Tagesheimgymnasium ist das gemeinsame Mittagessen ein zentraler Pfeiler des pädagogischen Konzepts. Im Februar 1972 wird der neue, große Speisesaal eröffnet.

1974

Erster Abiturjahrgang, Einführung der Koedukation & Start der Hauptschule

Der erste Abiturjahrgang feiert seine Entlassung. Erstmals werden in diesem Jahr Mädchen in das Gymnasium aufgenommen, sodass von nun an koedukativ unterrichtet wird. Das GAS reflektiert damit gesellschaftliche Entwicklungen der Zeit. Im selben Jahr wird auf dem Gelände die Hauptschule Am Stoppenberg eröffnet, was das Bildungsangebot weiter vervollständigt.

1976 · Jubiläum

10 Jahre GAS & Große Festwoche

Das Gymnasium feiert sein erstes großes Jubiläum! Mit einer bunten Festwoche im Juni wird das zehnjährige Bestehen des GAS ausgiebig gefeiert. In diesem Rahmen werden zudem die Haupt- und die Realschule auf dem Campus offiziell eingeweiht.

1982–2003

Wachstum und Profilbildung

1982

Einweihung des Hühnerhofs

Ein Stück Natur im Schulalltag: Im Oktober 1982 wird auf dem Gelände der schuleigene Hühnerhof eingeweiht. Ein pädagogisches Vorzeigeprojekt, das den Schülerinnen und Schülern früh den respektvollen und verantwortungsbewussten Umgang mit Tieren vermittelt. Heute erinnern nur noch der Name und eine Kunstinstallation an diese Zeit.

Kinder mit einem Huhn auf dem schuleigenen Hühnerhof
1986

Stabübergabe nach 20 Jahren

Nach zwei Jahrzehnten Aufbauarbeit übergibt Gründungsschulleiter Karl Heinrich Brokerhoff (1922–2018) die Schulleitung an Manfred Nicht, der bis 1993 Schulleiter am Stoppenberg sein soll. Er hinterlässt ein fest verwurzeltes Gymnasium mit eigenem Profil und einer lebendigen Schulgemeinschaft.

1990

Erweiterungsbau für die Dreizügigkeit

Die wachsende Beliebtheit der Schule spiegelt sich in den hohen Anmeldezahlen wider. Mit einem neuen Erweiterungsbau wird der Grundstein für die Dreizügigkeit des Gymnasiums gelegt, um den vielen neuen Schülerinnen und Schülern bestmöglichen Platz zum Lernen zu bieten.

1995

Einweihung des Knusperstübchens

Eine kleine, aber nicht mehr wegzudenkende Bereicherung für die Pausen entsteht: Im November 1995 wird das „Knusperstübchen“ eingeweiht. Bis heute versorgt es die gesamte Schulgemeinschaft zuverlässig mit Nervennahrung und Stärkungen.

2003

Der Stoppenberger Appell

Ein starkes Bekenntnis zu Werten und Zivilcourage: Die Schulgemeinschaft nimmt im Juli 2003 den „Stoppenberger Appell“ offiziell in ihr Leitbild auf und verpflichtet sich damit ausdrücklich zu einem friedlichen, toleranten und respektvollen Miteinander.

2009–2016

Wandel und Modernisierung

2009

Generationenwechsel & 65-Minuten-Modell

Nach sechzehn Jahren erfolgreicher Leitung durch Heinz Bleck übernimmt Rüdiger Göbel das Amt des Schulleiters. Er führt die Schule mit frischen Impulsen in die Zukunft – passend dazu wird im August das innovative 65-Minuten-Modell eingeführt. Dieser Schritt entschleunigt den Schulalltag deutlich und schafft mehr Raum für vertieftes Lernen.

2012

Gründung der Bischöflichen Sekundarschule

Aus den seit 1969 bzw. 1974 auf dem Campus ansässigen Haupt- und Realschulen des Bistums entsteht im August 2012 die neue Bischöfliche Sekundarschule Am Stoppenberg. Das Schulzentrum nimmt damit seine heutige, zukunftsweisende Form an.

Das COM-Haus des Gymnasiums Am Stoppenberg
2011

Einweihung des COM-Hauses

Am 31. Januar 2011 wird das COM-Haus feierlich eingeweiht: ein wichtiger Mittelpunkt der Schulgemeinschaft, ein Ort der Begegnung und Ausdruck des lebendigen katholischen Schulprofils.

Feierliche Wiedereröffnung des renovierten Hallenbades
2015

Einweihung des renovierten Hallenbades

Das schuleigene Hallenbad erstrahlt in neuem Glanz! Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten wird das Becken im Februar feierlich wiedereröffnet und bietet den Klassen fortan modernste Bedingungen für den Schwimmunterricht.

2016 · Jubiläum

50-jähriges Jubiläum

Festakt mit Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck, Oberbürgermeister Thomas Kufen und NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann. Jüngere Schülerinnen und Schüler erlebten eine historische Schulstunde „wie vor 50 Jahren“ mit Kleiderordnung und strenger Disziplin.

Festveranstaltung zum 50-jährigen Jubiläum des Gymnasiums Am Stoppenberg
2022–2026

Haltung und Gegenwart

2022

Auszeichnung als „Digitale Schule“

Eine wichtige Anerkennung für zukunftsorientiertes Lernen: Für sein herausragendes Engagement im Bereich IT-Ausstattung und digitaler Pädagogik wird das Gymnasium im September offiziell als „Digitale Schule“ ausgezeichnet.

Auszeichnung als Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage
Februar 2025

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Das Gymnasium Am Stoppenberg wird Teil des bundesweiten Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Eine feierliche Auszeichnung, die das starke Engagement der Schülerschaft für Vielfalt und gegen Diskriminierung würdigt.

Mai 2025

Smartphone-freie Sek I

Im Mai 2025 beschließt die Schulgemeinschaft ein Smartphone-Verbot für die gesamte Sekundarstufe I. Dies setzt ein klares Zeichen für konzentriertes Lernen und bewussten Umgang mit digitalen Medien im Schulalltag.

2026 · Jubiläum

60-jähriges Jubiläum: Church Walk zum Essener Dom

Rund 950 Schülerinnen und Schüler pilgern gemeinsam mit ihren Lehrkräfte beim „Church Walk“ vom Stoppenberg zum Essener Dom um dort einen Festgottesdienst mit Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck zu feiern. Das Jubiläumsjahr steht im Zeichen der Theater-Revue „10 Years Later“ und eines großen Projektchors.

Schulgemeinschaft des Gymnasiums Am Stoppenberg beim Church Walk
Pressearchiv

Der Stoppenberg in der Presse

Zeitungsausschnitte und Pressestimmen aus 60 Jahren Schulgeschichte.

Bild · 12. April 1966
Zeitungsartikel aus der Bild vom 12. April 1966 mit der Überschrift Zum Abitur auch noch ein Handwerk
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Essener Tagesblatt · 29. April 1966
Zeitungsartikel aus dem Essener Tagesblatt vom 29. April 1966 über das Gymnasium Am Stoppenberg
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WAZ · 21. Oktober 1967
Zeitungsartikel aus der WAZ vom 21. Oktober 1967 über das Gymnasium Am Stoppenberg
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WAZ · 17. Juni 1970
Zeitungsartikel aus der WAZ vom 17. Juni 1970 über das Gymnasium Am Stoppenberg
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Geschichte, die weitergeht

Der Stoppenberg heute

Sechs Jahrzehnte nach seiner Gründung ist das Gymnasium Am Stoppenberg noch immer das einzige Gymnasium im Stadtbezirk VI. Unter der Leitung von Rüdiger Göbel lernen hier im Schuljahr 2026/27 rund 980 Schülerinnen und Schüler, viele aus dem Essener Norden, viele auch aus anderen Essener Stadtteilen und Gelsenkirchen.

1966 2026