Am vergangenen Mittwoch fand unser Sommerfest anlässlich unseres 60. Schuljubiläums statt. Und rückblickend dürfen wir sagen, dass es sich nahtlos in die Reihe der gelungenen Veranstaltungen unseres Jubiläumsjahres einfügt. Wir durften es selber erleben und auch unsere Gäste, die zahlreich erschienen, werden dies bestätigen: Das Sommerfest war eine ungezwungene Begegnung, es gab ein tolles Bühnenprogramm und jede Menge äußerst phantasievolle Spielstände für alle Altersstufen. Die Verpflegung war gesichert und das Wetter spielte unterstützend mit.
Mit diesen Zutaten durften wir einen Tag erleben, der nicht im Zeichen des Geldverdienens stand, sondern im Zeichen des Miteinanders, der Freude am Spiel und an der Begegnung.
Ich kann und will hier gar nicht alle Spielstände und Ideen aufzählen, die mich beeindruckt haben, denn es wären sehr viele und die Gefahr würde bestehen, dass ich jemanden vergesse. Ich gebe jedoch zu, dass es mich bei einigen Spielideen in den Fingern juckte, selbst eine Stempelkarte zu holen und mitzumachen.
Besonders wohltuend war die positive Grundstimmung, die sich durch den Tag zog. Man konnte alles in Ruhe vorbereiten, viele Hände packten mit an, als Beobachter konnte man den Eindruck bekommen, dass unsere Schülerinnen und Schüler, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tatsächlich Spaß daran hatten, die Dinge einladend aufzubauen und nachher wieder sorgfältig, ohne Spuren zu hinterlassen, abzubauen. Man erlebte Lehrerinnen und Lehrer, die man vielleicht sonst nur unterrichtend aus dem Fachunterricht kennt, auf einmal mit einer Grillzange in der Hand oder in anderen Zusammenhängen. Auch die Idee des abwechslungsreichen Bühnenprogrammes wurde gut angenommen. Natürlich lockte das gute Wetter viele nach draußen, doch bei allen Auftritten gab es genug begeistertes Publikum, um die Aktiven zu belohnen.
Die Einweihung des neuen Außenlernbereiches Biotop war ein gelungenes Beispiel unserer besonderen Arbeit am Stoppenberg, denn das Biotop hat eine sehr wechselvolle Geschichte hinter sich. Bereits in den ersten Planungen des Schulzentrums bzw. des Gymnasiums war dieser Bereich als Bio-Garten vorgesehen, dann gab es gute Jahre und weniger gute Jahre, aus Sicht der Natur waren es immer gute Jahre, denn über einen langen Zeitraum konnte hier alles wachsen und gedeihen, eine Fläche entstand, die Ähnlichkeit mit einem Urwald aufwies.
Und dann kam die zündende Idee der Aktion „Grüne Schule“: Bei einem Fresh-Day packten viele fleißige Helferinnen und Helfer aus der Schulgemeinschaft mit an und versetzten das gesamte Gelände in einen noch nie dagewesenen Ordnungszustand. Der Fresh-Day vor einem Jahr wurde somit zu einer Initialzündung für eine neue Idee: Der „Außenlernbereich Biotop“ sollte entstehen, AGs und NGs sollten sich dort tummeln, auch für den Biologieunterricht sollten neue Möglichkeiten geschaffen werden. Erst wurde ein Gerätehaus aufgebaut, dann wurde der Nutzgarten in Angriff genommen, der Teich wurde von vielen Pflanzen befreit, um einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen und schließlich wurde das Projekt der Errichtung eines eigenen Gewächshauses angepackt. Der immer schon vorhandene Außenlernbereich mit der halbrunden Betonmauer wurde freundlich und einladend gestaltet, Sitzgelegenheiten stehen bereit. Betonen möchte ich noch einmal, dass die Initialzündung von unseren Schülerinnen und Schülern ausging, natürlich unterstützt von Kolleginnen und Kollegen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Jetzt sind wir soweit, dass kontinuierlich weitergearbeitet werden kann, das Gewächshaus wird es uns ermöglichen, die Vegetationsperiode früh beginnen zu lassen. Natürlich sind noch einige Restarbeiten zu tun, aber die werden in den nächsten Wochen erledigt sein.
„Zusammen wachsen“ – diese beiden Worte sind an der halbrunden Wand im Außenlernbereich klar und deutlich zu erkennen und zeigen uns, was unsere Stärke ist: Wir sind begeisterungsfähig und aus unserer Begeisterung heraus in der Lage, gemeinsam viel zu schaffen. Die vielfältigen Begabungen unserer Schülerinnen und Schüler, Kolleginnen und Kollegen sind eine Grundvoraussetzung dafür, dass wir weiter wachsen am Stoppenberg, jeder für sich und wir alle zusammen. Vielfalt, das zeigt sich hier, wie an vielen anderen Stellen, ist eine Stärke und ein Garant dafür, dass es Entwicklung gibt.
Ich danke allen, die sich rund um das Sommerfest engagiert haben, für ihre guten Ideen, ihre Ausdauer und Geduld, ihr Organisationstalent und ihre Freude am gemeinsamen Tun. Ich danke denjenigen, die sich besonders um den Außenlernbereich Biotop gekümmert haben und weiter kümmern werden. Und es war kein Zufall, dass unsere Big Band sowohl in der Aula als auch bei der Einweihung des Außenlernbereiches das Traditionslied der Bergarbeiter im Ruhrgebiet gespielt hat. Und so wünsche ich uns allen und unseren Projekten und Ideen für die Zukunft von Herzen „Glück Auf!“
Grüße vom Stoppenberg
Rüdiger Göbel, Schulleiter