Der eigene Schulsozialarbeiter

Markus Schumacher

Über vierzig Jahre gibt es das Gymnasium Am Stoppenberg, und seit 1975 hat unsere Schule ihren eigenen Schulsozialarbeiter. Als diplomierter Sozialarbeiter nimmt Herr Schumacher diese Tätigkeit seit dem August 2002 wahr. Zu finden ist er im BIB-Bereich (Beratungs-, Informations-, Begegnungsbereich). Hier stehen zum Beispiel neben einemem Büro auch ein Spiel-, Lese-, Kicker-, Discoraum und das "Knusperstübchen" zur Verfügung.

Was ist nun Schulsozialarbeit heute an dieser Schule ?

Die Aufgaben in diesem Arbeitsfeld sind vielschichtig, oft turbulent und spannend. Es gilt, die SchülerInnen zu begleiten und mit ihnen den Schulalltag mit Spaß, Freude und verschiedenen Ereignissen zu teilen, aber auch als Gesprächspartner bei Problemen und Konflikten dazusein. Dieses geschieht in der Begegnung und Arbeit mit einzelnen (Einzelfallhilfen) oder auch mit Klassen oder Gruppen (Gruppenarbeit). Die Auseinandersetzung und Konfrontation mit ihren Lebens- und Glaubensfragen ist dabei ein zentraler Bereich. So findet auch eine Zusammenarbeit mit dem Schülerverband, der KSJ (Kath. Studierende Jugend), statt.
Eltern erhalten Hilfen zum Beispiel bei Erziehungsfragen. Gleichzeitig möchten sich Eltern auch an der Schule engagieren; hier mache ich Angebote, begleite diese ehrenamtlich Tätigen zum Beispiel im Knusperstübchen, Leseraum, Saftladen, Spielraum oder beim Weihnachtsmarkt.
Grob lassen sich die Tätigkeitsbereiche in drei Schwerpunkte einteilen.

1.Beratung und Information

Die Schulsozialarbeiterin bietet sich als fachliches und personales Angebot an Beratung und Information für SchülerInnen, aber auch für Eltern und LehrerInnen an. Probleme und Fragen können nur dann gelöst werden, wenn die Zeit beim Zuhören und Beurteilen und eine Vertrauensbasis gegeben sind. Auch sie unterliegt einer Schweigepflicht. Für besondere Fragestellungen knüpft oder nutzt sie die Kontakte zum Beispiel zu Beratungsstellen oder anderen sozialen Einrichtungen.

2.Entwicklung und Durchführung von Projekten

Die Schulsozialarbeiterin entwickelt Projekte zu einzelnen Themen, welche die SchülerInnen interessieren oder interessieren sollten. So ist beispielsweise das Thema "gesunde Ernährung" verknüpft mit dem Angebot des "Knusperstübchens" - ein Versuch, gesunde Angebote für Pausenmahlzeiten zu schaffen (siehe Anmerkungen zum Knusperstübchen). Gerade vorbeugende Themen sind hier wichtig, wie Fragen zu Drogenmißbrauch, Gewalt unter Schülern oder der Berufswahl.

3.Angebote in unterrichtsfreien Räumen

Hier gibt es die Angebote in den Pausen und Freistunden. Die Schulsozialarbeiterin lenkt die selbstverantwortliche Nutzung der Räume im BIB-Bereich durch die SchülerInnen und stellt zum Beispiel Spiele, Bücher, Bälle zur Verfügung und macht einzelne Angebote in Neigungs- und Arbeitsgruppen. Insbesondere die religiösen Angebote im Meditationsraum sind sehr gefragt.
Des weiteren organisiert sie Angebote in außerschulischen Zeiten, wie eine religiöse Ferienfreizeit (Taizè), Liturgische Nächte, Besinnungstage und schulische Feste, zum Beispiel den Weihnachtsmarkt oder "School`s Out".


Anmerkungen zum Frühstückscafé("Knusperstübchen") von Thomas Bungarten (Tagesheimleiter)

Generelle Überlegungen:

Bei aller Freude über das gerade installierte Frühstück gilt es aus unserer Sicht, das Angebot im Sinne einer weiteren Qualitätsverbesserung weiter auszubauen und zu verändern. Wir wollen, das ist so die Wesensart von Schule, unsere SchülerInnen natürlich auch ein wenig zum gesünderen Essen bekehren.
Zum einen belastet ein falsches Frühstück mehr, als es hilft, denn ein zu voller Bauch studiert nicht gern, zum anderen gewinnt die Ernährungserziehung in einer Zeit zahlenmäßig ständig wachsender Zivilisationskrankheiten, an denen mangelnde Ernährung zumindest auch einen Anteil mit verschuldet, generell immer mehr an Bedeutung.
Uns ist es also aus zwei Gründen nicht egal, was die Kinder essen, und wir wollen versuchen, sie für gesunde, ausgeglichene Ernährung zu begeistern.
Daß dies gelingen kann, haben sowohl Frau Weihs als auch ich an verschiedenen anderen Schulen direkt erleben können. Der Koch tut zwar beim Mittagessen sein Bestes, aber die Bedingungen eines Großbetriebs mit 1800 Essen pro Tag erlauben ihm nicht immer eine konsequente Umsetzung ernährungsphysiologischer Erkenntnisse.
Im Knusperstübchen haben wir nun aber die Chance, einen konsequenten Weg zu gehen. Es hat Jahre der Anstrengung gedauert, die Idee vom gesunden Schulfrühstück in die Tat umzusetzen, jetzt wollen wir sie nicht vorschnell aufgeben und uns bedingungslos an den Geschmack der Kinder anpassen.

Unsere Grundsätze:

1. Wir gehen von der These aus, daß der persönliche Geschmack nicht angeboren, sondern ein durch Erziehung erworbenes Phänomen ist, und finden es falsch, bei Schulkindern Geschmacksfestlegungen uneingeschränkt zu akzeptieren.

2. Wir wollen keineswegs die Ernährungsgewohnheiten der SchülerInnen verteufeln und dogmatisch verändern, sondern Alternativen aufzeigen und so zu einem langsamen Umdenken anregen.

Deshalb sollen neben Wurst und Käse auch vermehrt andere Brotaufstriche, Gemüse und Obst angeboten werden.
Tomaten- und Gurkenscheiben, Salatblätter bei pikanten Brötchen, Müslibestreuung und Fruchtbelag auf den Quarkbrötchen sollen nicht als Dekoration verstanden werden, sondern sind gleichwertig, auch in der Menge pro Brötchen zu setzen.
Wir wollen auch die gesünderen, vollwertigeren dunklen Brötchen anbieten, auch wenn die SchülerInnen nach hellen Brötchen schreien, noch lieber würden sie sicher Schokolade und Hefeteilchen essen, die wir schließlich auch nicht anbieten, obwohl sich davon sicher mehr verkaufen ließe.

3. Das Vorhaben kann nur gelingen, wenn es von den Eltern (zumindest denen im Knusperstübchen) mitgetragen wird.

Es gilt, vor Ort zu überzeugen und zum Probieren anzuregen, damit alte Gewohnheiten aufgebrochen werden.
Wir finden es bezeichnend für die Verarmung von Eßgewohnheiten, wenn Kinder zwischen 10 und 16 nur deshalb zu Salami- und Mortadellabrötchen greifen, weil ihnen das am sichersten erscheint und sie es nicht riskieren, etwas Neues auszuprobieren.


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