Das Sozialpraktikum
 
sozialpraktikum (sopra) - inhalte und ziele
 
Meinolf Jelich
 

Es ist schon fast obligatorisch, daß die Schulen - auch Gymnasien - Betriebspraktika durchführen, welche den Schülern Einblicke in die Arbeitswelt bieten sollen. Wir sehen in diesen Praktika viele positive Aspekte. Jedoch haben wir uns bei unseren Überlegungen leiten lassen von dem Gedanken, unsere Schüler in eine Lebenswelt zu führen, die sie unmittelbar mit den Menschen in Berührung bringt, die der Hilfe bedürfen. Aus diesem Grund haben wir unser Praktikum eingeschränkt auf den sozialen Bereich. Für dieses SOPRA sind wir vom Bundesminister Rüttgers mit der Auszeichnung "Schule des Jahres"ausgezeichnet worden. Auch der Schulträger, der Bischof von Essen, Dr.Hubert Luthe, zeigte sich vom Projekt "Sozialpraktikum" begeistert und hat unsere Schule dafür gelobt. Bei Schülern, Lehrern und Eltern findet das SOPRA ebenfalls eine ganz breite Zustimmung.

Das Gymnasium am Stoppenberg gewinnt als katholische Schule durch das SOPRA in Einrichtungen, die überwiegend in kirchlicher Trägerschaft sind, an Profil und kann sich durch Querverbindungen in den sozialen Bereich deutlich von anderen Schulen unterscheiden. Durch den "Aufbruch aus dem Schulghetto" erfahren alle am Schulleben Beteiligten (Schüler, Eltern, Lehrer) eine Horizont-erweiterung. Soziales Lernen wird so konkret. "Selbstverwirklichung in sozialer Verantwortung" - eines von zwei Zielen der gymnasialen Oberstufe - wird erfahrbar, indem jede Schülerin und jeder Schüler weit über den Horizont der Schulmauern hinausschauen kann.

Unser zentrales Ziel ist die soziale Sensibilisierung unserer Schüler, nicht (!) aber die Hinführung zu einem sozialen Beruf. Die Öffnung der Schüler für die Dimension aktiver Mitmenschlichkeit und gelebter Solidarität mit den Schwachen in unserer Gesellschaft ist gerade heute wichtig. Das Praktikum eröffnet den Schülern im vorwiegend "kopflastigen" Schulbetrieb eine Handlungs-dimension auf der Grundlage gelebter christlicher Nächstenliebe ("Caritas"). "Kopf, Herz und Hand" werden gleichberechtigte Dimensionen der pädagogischen Arbeit an unserer Schule.

Das SOPRA ist im schulischen Leben unseres Gymnasiums vielfach verankert. In Unter- und Mittelstufe werden u.a. im Religions-, Sowi-, Geschichts- und Deutschunterricht Unterrichts-schwerpunkte gesetzt, die auf das SOPRA vorbereiten sollen. In der Jahrgangsstufe 10/1 wählen die Schüler aus einem Platzangebot von mehr als 200 Stellen ihren Praktikumsplatz, bzw. sie suchen einen eigenen Platz, der von uns auf seine Tauglichkeit für unsere Zielsetzung geprüft und "genehmigt" wird. Dann bewerben sich unsere SchülerInnen "offiziell" in den verschiedensten Einrichtungen (Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse usw.), stellen sich dort vor und gehen dann im Übergang von der Stufe 10/1 zur Stufe 10/2 in ein zweiwöchiges SOPRA. Danach verfassen die Schüler einen Bericht, in dem sie die Praktikumszeit darstellen und reflektieren. Von der Schule erhalten die Praktikanten eine Bescheinigung, die mit einer "Benotung" endet. Diese "Note" wird auf dem Zeugnis der Jahrgangsstufe 11/2 nochmals dokumentiert.
 

 Begründungsversuche:

- Die Herausforderungen einer für viele Menschen komplizierter werdenden Welt zwingen zu sozialer Sensibilität, die für das Gemeinwesen unverzichtbar ist.

- Die Schüler sollen in der Begegnung mit dem der Hilfe bedürftigen Mitmenschen eine soziale Erfahrung machen, die sie in der Regel in diesem Alter nicht machen können.

 - Der Umgang mit jungen, alten, kranken oder behinderten Menschen soll das Bewußtsein für soziale Verantwortung fördern und stärken. 

- In einer wesentlichen Phase ihrer Entwicklung gewinnen die Schüler neue Perspektiven, die spätere (Berufs-)Entscheidungen beeinflussen können.

- Sie lernen Berufsfelder kennen, die für das Funktionieren unseres Gemeinwesens von größtem Wert sind.

 - Die jungen Menschen gewinnen gleichzeitig auch Einblicke in die Arbeitswelt.

- Ferner kann das Sozialpraktikum die Entscheidung für ein freiwilliges soziales Jahr (Mädchen) oder für den Zivildienst (Jungen) erleichtern.
 

Wer, wenn nicht die Schule, kann neben der Familie die soziale Sensibilität der Jugend
- und damit der nächsten Generation - wecken?

 
 

Einsatzbereiche unserer Praktikanten:

- Schulen für geistig- und/oder körperbehinderte Kinder und Jugendliche

- Einrichtungen der Behindertenhilfe (Werkstätten und Wohnungen)

- soziale Brennpunkte (z.B. Hausaufgabenbetreuung)

- Obdachlosenbetreuung, Nichseßhaftenhilfe

- Bahnhofsmission mit Suppenküche

- mobile Sozialdienste (Alten- und Krankenpflege)

- Krankenhäuser

- Altenheime und Pflegeheime

- Beratungsdienste für ausländische Mitbürger

- Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe

- Kindergärten, Kinderhorte, Kinderheime

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123RF Stock Foto

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