Sport am Stoppenberg

dialog1„Warum wurden im Bistum so viele Kirchen geschlossen, einige Gebäude gar abgerissen?“ „Wie hält es die katholische Kirche mit dem Islam?“ „Ist der Ausschluss der Frauen vom Priesteramt noch zeitgemäß?“ „Muss die katholische Kirche nicht stärker auf die Jugend zugehen?“ „Lässt es sich mit dem christlichen Anspruch vereinbaren, Militärbischof zu sein?“ und – und – und!


Beim jüngsten „Dialog mit der Jugend“, mit einem Lk Sozialwissenschaften und einem Gk Religion unseres Gymnasiums vertreten, kam alles zur Sprache, was Kopf und Herz der jugendlichen Teilnehmer zur Verfassung der katholischen Kirche in unserem Bistum und darüber hinaus bewegte. Dr. Franz-Josef Overbeck, Bischof des „Ruhrbistums“, blieb keine Antwort schuldig. Ausführlich, für die an kürzere, eindeutige Antworten gewöhnten Jugendlichen teilweise etwas zu weit ausholend, aber (fast) immer um Gründlichkeit und Differenzierung bemüht, beantwortete er jede Frage. dialog2Besonders beeindruckend waren die Momente, in denen man das Ringen um den angemessenen Weg zwischen Tradition und Moderne, Evangelium, Kirchengeschichte und Reformbedarf, deutschen und weltkirchlichen Interessen und – eine Nummer kleiner – den Wünschen vieler Gläubiger und der Machbarkeit angesichts des Mitgliederschwundes spürte. Bischof Overbeck gestand uns mehrfach ein, die richtigen Antworten für diese Fragen auch nicht immer zu wissen. In Fragen des individuellen Entscheidens ethischer Fragen konstatierte er sachlich und klar die geschwundene Bindungskraft der katholischen Lehrmeinung, alles andere wäre den Jugendlichen wohl auch nicht mehr zu vermitteln gewesen. Kurz angebunden und wohl des Moralisierens und Skandalisierens überdrüssig, war er immer dann, wenn es um die materielle Ausstattung seines Bischofsamtes ging: Sein monatliches Einkommen präsentierte er freimütig; dass es netto wohl „nur“ die Hälfte ist, erwähnte er nicht einmal. Ja, er fahre einen Phaeton (wohl auch nur geleast) und nutze auch das Flugzeug für innerdeutsche Flüge. Es gehe dann eben schneller. Auf die Frage, ob und wie die katholische Kirche gezielter Jugendliche ansprechen könne, verwies Bischof Overbeck auf unseren Schulgeistlichen und ergänzte leicht frustriert. „Aber wenn ihr euch nicht freiwillig für die Kirche entscheidet, können wir einen Kopfstand machen und werden nicht zu euch vordringen.“ Das Feedback vieler Schüler und Schülerinnen war insgesamt positiv: In der „Jugend-Frage“ sei er zu allgemein geblieben, ansonsten sei das Gespräch sehr offen und freundlich gewesen. Befremden löste die Anwesenheit mancher Erwachsener aus, die man nicht kannte und die sich auch nicht vorstellten. Für einen Folge-Dialog wünschen sich die Jugendlichen kürzere Antworten und auch mal die eine oder andere Rückfrage, eben einen „echten“ Dialog. Die Verpflegung mit der leckeren Currywurst sollte übrigens bleiben!

Rainer Hogrebe

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