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p1010058-kleinHerr Heiner Smit, ehemaliger Koordinator für Organspende und Transplantation an der Uni-Klinik Tübingen und Vorstandsmitglied der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), referierte über das wichtige und aufgrund jüngster Vorkommnisse höchst umstrittene Thema Organspende. Nach den Skandalen in Göttingen, Regensburg, München und Leipzig um die kriminelle Vergabepraxis bei der Lebertransplantation sei die Zahl der Organspender drastisch gesunken.

Diese schwachen Zahlen kommen denkbar ungünstig, denn mit der 2012 beschlossenen Reform des Transplantationsgesetzes sollte eigentlich die Zahl der gespendeten Organe erhöht werden. Zurzeit versterben durchschnittlich drei Patienten pro Tag, weil sie nicht rechtzeitig ein Spenderorgan erhalten. Der Referent Heiner Smit griff die zentralen Fragen um die Organspende auf, behandelte sie in seinem bebilderten Vortrag anschaulich und aufgrund seiner über dreißigjährigen Erfahrung auf diesem Feld sachlich und engagiert. Ein zentraler Aspekt war die Feststellung des Todes eines potentiellen Spenders, die sog. Hirntoddiagnostik. Heiner Smit räumte mit den zahlreichen begrifflichen Unschärfen in diesem Zusammenhang auf, so sterbe kein Mensch um einen anderen zu retten, der Hirntod müsse zweifelsfrei eingetreten und irreversibel sein, um sich danach erst mit der Frage der Organspende zu befassen. „ Den typischen Motorradunfall-Organspender gibt es nicht“, so der Referent.
Wichtig war den Anwesenden auch die klare ärztliche Trennung zwischen der Behandlung eines Patienten und der Entscheidung über die Organentnahme und Transplantation. Es solle eben zu keiner Interessenkollision kommen. Größtmögliches Vertrauen in ein faires und kontrolliertes Verfahren sei vor allem den Angehörigen eines gerade Verstorbenen sehr wichtig. Dementsprechend groß war auch die Verärgerung über die jüngsten Manipulationen bei Lebertransplantationen, die – mit Recht – in einem Ermittlungsverfahren wegen versuchten Totschlags gegen die verantwortlichen Chirurgen mündeten. Aber auch die Betreuung der Patienten mit dem gespendeten Organ liegt Smit am Herzen. „Man muss was für die Patienten tun, sie nach der OP nicht allein lassen.“ Es sei eben keine gewöhnliche OP, so Smit.
Wie wertvoll eigentlich Organspenden und Transplantationen sind, dokumentiert das Foto vom 30. Tag der Organspende 2012 in Dresden. Heiner Smit gelang es überzeugend, durch sachliche Aufklärung der verständlichen, verbreiteten Verunsicherung zu begegnen.

 


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