Sport am Stoppenberg

Schulleiter OStD i.K. Rüdiger Göbel zum 100 Geburtstag von Karl Heinz Brokerhoff

Karl-Heinz Brokerhoff(rechts) im Gespräch mit Rüdiger Göbel, dessen Frau und Heinz-Werner KleinIch kann mich noch genau daran erinnern: Auf der Fahrt im Dezember 2010 war ich ein wenig nervös und unruhig, denn auf Vermittlung eines älteren Kollegen war ich zur Kaffeezeit eingeladen in Angermund. In diesem wunderschönen dörflich anmutenden Vorstädtchen von Düsseldorf lebte Karl Heinz Brokerhoff, der Gründungsschulleiter unserer Schule. Ich war damals noch ein relativ frischgebackener Schulleiter und erst im zweiten Jahr meiner Amtszeit im Gymnasium Am Stoppenberg. Ich kam mir damals sehr jung, sehr klein und unbedeutend vor im Blick auf die Begegnung mit dem Mann, dessen Name untrennbar mit der Gründung des ersten Ganztagsgymnasiums in Nordrhein-Westfalen verbunden ist.

 Karl Heinz Brokerhoff hatte in den Jahren vor der Gründung unserer Schule ein Gespür für gesellschaftliche Notwendigkeiten, er hatte den Weitblick und die Energie, die schließlich zur Gründung einer weiterführenden Schule geführt hat, die es in der damaligen Form noch nicht gab. Ein Ganztagsgymnasium im Essener Norden, das war in mehrerlei Hinsicht ein revolutionäres Vorhaben. Karl Heinz Brokerhoff wurde für die Gründung des Gymnasiums Am Stoppenberg in den Dienst des Bistums Essen gestellt, er traf dort an entscheidender Stelle auf Menschen, die mit ihm gemeinsam Spielräume suchten und fanden. Und so entstand eine Schule als lichtdurchflutete Anlage mit großen Räumen und Freiflächen, Freizeiteinrichtungen, Sportanlagen, mit Handwerksunterricht und einer eigenen Hühnerhaltung, mit einem Mittagessen für alle Schülerinnen und Schüler und mit ungeahnten Möglichkeiten der pädagogischen Arbeit im ganztägigen Miteinander von Lehrerinnen und Lehrern, Schülerinnen und Schülern.

 Von den Ideen des Gründungsschulleiters und der Umsetzung durch den zuständigen Architekten profitiert der Stoppenberg noch heute, das war mir sehr rasch klar geworden, als ich meinen Dienst an dieser Schule antrat. Mit diesen Gedanken im Kopf fuhr ich damals nach Angermund und wartete gespannt auf meine Begegnung mit Herrn Brokerhoff.

 Meine Nervosität war übrigens überflüssig, denn ich begegnete einem damals trotz seines hohen Alters jung gebliebenen Mann, der in seiner Herzlichkeit und Zugewandtheit Raum schuf für eine intensive Begegnung voller Geschichten von damals und voller Neugier auf das Heute. Zum Abschied gab er mir schließlich eine Grubenlampe mit, die er zur Schulgründung von einem Schülervater geschenkt bekommen hatte. Bei seiner Pensionierung hatte er sie mitgenommen nach Angermund, doch jetzt, so Karl Heinz Brokerhoff damals, sei der richtige Zeitpunkt sie wieder zum Stoppenberg zu geben. Sie steht in meinem Dienstzimmer und das Pappschild, welches am Metallbügel befestigt ist, ist kaum noch lesbar. „Lieber Herr Göbel – diese Grubenlampe schenkte mir 1966 ein Schülervater. Heute möchte ich sie weitergeben an Sie. Glückauf! Ihr KH Brokerhoff“, so lautet der kurze Begleittext, welcher mir sehr viel bedeutet.

 In den darauffolgenden Jahren folgten weitere Begegnungen. Gemeinsam mit meiner Frau habe ich eine Lesung von Karl Heinz Brokerhoff in Düsseldorf besucht, er hat den Weg zurück zum Stoppenberg gefunden, den er seit seiner Pensionierung nicht mehr betreten hatte. So hat sich auf mehrfache Art und Weise ein rundes Bild ergeben für ihn, für mich und für den Stoppenberg. Ich bin stolz und dankbar, an der Stelle wirken zu dürfen und Verantwortung zu tragen, an der Karl Heinz Brokerhoff zwanzig Jahre lang seine Vision von einer Schule, die völlig anders war, als alles, was man damals kannte, hat Wirklichkeit werden lassen. Ich bin dankbar dafür, dass wir als Stoppenberger Schulgemeinde gemeinsam auf dem Fundament der weitblickenden Schulgründung noch heute unter völlig anderen gesellschaftlichen und kirchlichen Rahmenbedingungen täglich daran arbeiten, Schule mit Kopf, Herz und Hand zu machen. Ein Schlüsselerlebnis war für mich meine erste Begegnung mit Karl Heinz Brokerhoff, der am 8. März dieses Jahres 100 Jahre alt geworden wäre.

Ehemailge erinnern sich: Dr. Christoph Danelzik-Brüggemann (Abitur 1979), Ralph Sina (Abitur 1974) und Annegret Berger, geb. Hahn (Abitur 1974) machen in Ihren Texten die Verbundenheit zu Ihrem ehemaligen Schulleiter deutlich. Lesen Sie die Texte hier!

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