Sport am Stoppenberg
kt81Liebe Freunde und Paten unserer georgischen Kinder!   Liebe Mitglieder des Deutsch-Georgischen-Zentrums!

Unsere Zeit in Georgien haben wir in diesem Jahr mit dem Besuch der alten Königsstadt Mzcheta bei Tiflis begonnen. Tags darauf führte uns eine neu asphaltierte Straße in Serpentinen durch den Kleinen Kaukasus im Süden Georgiens erst entlang der armenischen, dann in der Nähe der türkischen Grenze zur sehenswerten Höhlenstadt Wardsia. Nach weiteren Sehenswürdigkeiten auf der Strecke über Bordschomi nach Kutaissi erreichten wir am nächsten Abend Kutaissi. Als Reiseführer und Dolmetscher gilt unser Dank unserer Salome, die auch schon längere Zeit bei uns in Deutschland war. Besonders bedanken wir uns bei ihrer Mutter Mzia, die auf der Fahrt ihre Fahrkünste zeigte.

In diesen ersten Tagen und dann auch in Kutaissi wurde ich von der Ärztin Dr. Frauke Lohmann und ihrer Tochter Zarrin begleitet und unterstützt. Natürlich haben auch die Beiden den Flug und die Übernachtungen bei dieser Reise selbst bezahlt. Wir sind am 05.10. über Istanbul in Tiflis angekommen und am 15.10.zurück geflogen. Übernachtet haben wir sowohl in Tiflis wie auch in Kutaissi bei Freunden.

In Kutaissi gab es etwas Besonderes. Unsere Anlaufstelle und Ausgangspunkt all unserer Tätigkeiten, das Georgisch-Deutsche-Zentrum unter Leitung von Nana Megrelischwili feierte ausgiebig sein 20-jähriges Bestehen, zu dem wir und viele andere eingeladen waren. Es gab Besichtigungen, Vorträge, tolle Abende uvm. Integriert in die Veranstaltungen waren unsere Projekte wie auch Hilfsprojekte saarländischer Organisationen. Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete der Besuch der deutschen Botschafterin in Georgien im GDZ. Wir waren mit ihr gemeinsam zum Essen beim Oberbürgermeister der Stadt Kutaissi geladen. Den ganzen Folgetag verbrachte sie bei den Feierlichkeiten im Georgisch-Deutschen Zentrum, im Theater und abschließend in einem schönen Restaurant. Es waren tolle Feierlichkeiten und ich danke, dass wir eingeladen waren.

Unsere Projekte waren durch die Feiern ein wenig eingeengt, sodass es keine Zeit für Besonderes, wie z.B. Ausflug oder großes Essen mit den Kindern gab. Wir haben aber trotzdem alles geschafft. Wir wurden wie immer von vielen Georgiern bei der Organisation, den Übersetzungen, den Transporten, den vielen Telefonaten etc. unterstützt und danken allen sehr.

Dank Eurer großzügigen Spenden, liebe Freunde, erhielten die 94 Patenkinder 13.000 €. Weitere 11.000 € standen für die Kinder in den 2 Kinderhäusern und dem Kindertageszentrum Kutaissi sowie für medizinische Unterstützung zu Verfügung.

Kindertageszentrum Kutaissi

Am 09.Okt. zeigte uns Lewan Begishvili, der Leiter dieses Kindertageszentrums, die gesamte Einrichtung mit ausführlichen Erläuterungen. Es handelt sich um ein ehemaliges Schulgebäude. Die Einrichtung wird vom Gesundheitsamt, Sozialamt und der Caritas begleitet. Von 7 verschiedenen Schulen kommen Kinder nachmittags nach dem Schulunterricht hierher. Die Familien dieser Kinder sind vom Sozialamt überprüft. Es handelt sich um sozial schwache Familien, in denen die Kinder kein Essen und auch sonst wohl wenig Unterstützung bekommen.

Hier erhalten die Kinder Mittag- und Abendessen. Zu mehreren Altersgruppen zusammengefasst werden die Hausaufgaben betreut, ggf. gibt es auch Nachhilfeunterricht. Danach werden die Kinder mit einem reichhaltigen Programm beschäftigt. Zur Auswahl stehen z.B. Englischkurs oder Computerkurse (für Kleine zum Spielen, für die Großen zum Lernen). Nähen, Stricken, Sticken, Teppich knüpfen steht auf dem Programm. Es gibt einen Sportplatz. In einem besonderen Gebäude, entsprechend ausgestattet, lernen zur Zeit 8Kinder ab der 9.Klasse das Schreinern hier als Beruf. Daneben gibt es noch eine Keramik- und Töpferwerkstatt. Es wird musiziert und geschauspielert.

Nach unserem Rundgang hatten sich die Kinder schon im großen Saal versammelt, hier ist alles gut organisiert. Dank der großen Spende aus dem Weihnachtsbasar des Gymnasiums Am Stoppenberg, der Spende von unserem Ferdi und weiterer Spender hatten wir einiges mitgebracht:

Für 50 Kinder gab es jeweils warme gefütterte Winterschuhe, Sportschuhe, 3Paar Strümpfe, T-Shirt, Hose/Rock und eine warme Winterjacke. Wir riefen die Kinder einzeln auf und jedes Kind erhielt einen großen Plastiksack mit seinen Sachen in der richtigen Größe, denn unser Händler Olegi hatte alle Kinder vorher ausgemessen. Dazu verteilte Zarrin noch Schokolollys aus Deutschland. An ihrem Platz wieder angelangt inspizierten die Kinder den Inhalt ihres Plastiksackes genauestens und zeigten ihn den anderen wie kleine Trophäen.

Von dem Geld der Hochzeitskollekte unserer Tochter Danny und ihrem Mann Christian konnten wir zum Lernen einen Computer mit Bildschirm und zum Spielen 10 Fußbälle und 4 Volleybälle übergeben.

Es war für alle Beteiligte ein wundervoller Nachmittag, der mit großen Gruppenfotos endete.


Patenschaften in Zchalzitela und im GDZ

Am Sonntag den 11.Okt. besuchten wir unsere 41 Patenkinder im Flüchtlingsheim Zchalzitela. Das Gebäude macht leider nach wie vor einen total heruntergekommenen Eindruck. Aber lachende freudige Kinder erwarteten uns. Ein großer Tisch war für uns vorbereitet und viele Stühle für die Kinder und uns.
Am Montag kamen die 53 Patenkinder aus Kutaissi ins Georgisch-Deutsche Zentrum. Nana hatte den Ausstellungsraum im Kellergeschoß freundlicherweise beheizt und für ausreichend Sitzgelegenheiten gesorgt, da es draußen kalt und nass war. Wärme war gut hier drin, denn das jüngste Kind, das mitgebracht wurde, war erst 40 Tage alt

Nach der jeweiligen Eingangsrede fingen wir dann auch zügig an, denn die Kinder wurden schon ungeduldig. Natürlich fingen wir wieder mit den behinderten und kranken Kindern an. Die Kinder wurden einzeln aufgerufen und kamen an unseren Tisch. Salo und Tiko als eingespieltes Team kontrollierten die Ausweise und übergaben das Geld des Paten gegen Unterschrift auf unseren Listen. Dazu bekamen die Kinder ein Zettelchen mit Name und Anschrift ihres Paten und den Hinweis, dass der Pate sich über ein paar Zeilen oder ein gemaltes Bild bestimmt freuen wird. Bei Fragen gab es mit manchen Kindern oder Eltern auch längere Gespräche, vor allem, wenn es um medizinische Belange ging. Da hatten wir ja als Hilfe wie immer unseren Freund und Arzt Dato Bibileishvili und jetzt auch noch zusätzlich eine Ärztin aus Deutschland. (Frauke Lohmann hat übrigens vor 20 Monaten als Gehirnchirurgin und Oberärztin meiner Frau Renate sehr geholfen)

Zarrin verteilte die bereits übersetzten Briefe der Paten und die mitgebrachten Schokolollys. Auf dem Weg zum Foto konnten die Kinder noch mit beiden Händen in die Bonbonkiste greifen. Frauke schoss die Fotos für die Paten, damit diese sehen können, wie ihr Kind sich verändert hat. Wie immer, habe ich all das mit der Filmkamera dokumentiert.

Leider haben wir immer auch Kinder ohne Paten; aber die bekommen ein gutes Patengeld aus der dafür vorgesehenen Spende von Herrn Hönig und weiterer Spender.

Die Herzen der Mütter und die Augen der Kinder rufen allen Paten und Spendern ihren herzlichen Dank zu……… DIDI MADLOBA!!!!!!!

Kinder in zwei Kinderhäuser

Derzeit leben nur 13 Kinder in dieser familienähnlichen Umgebung der 2Kinderhäuser. Es sollen jetzt aber bald wieder mehr werden. Sie werden in schönen Häusern von einem Ehepaar bzw. von Erzieherinnen betreut. Der Staat hat hier viel getan. Die Funktion der jeweiligen Zentralheizung konnten wir spüren. Auf meine Frage nach dem hohen Wasserspeicher im Garten wurde uns erklärt, dass es mit dem „Fließend Wasser“ schon besser geworden sei. Es kommt jetzt jeden Tag aus dem Hahn, allerdings nur von 18:00 bis 22:00. Kaum vorstellbar in solch wasserreicher Gegend.

Die Kinder haben sich aus 2 Gründen auf uns gefreut. Vor allem natürlich wegen der Anziehsachen und der Geschenke; aber auch, wir waren um 12 Uhr mittags bei ihnen, darüber, dass sie wegen uns eher Schulfrei hatten. Sunt pueri pueri!!!

Als erstes beschenkten die Kinder mich mit 2 selbst gebastelten Karten und Briefchen für mich und meine Frau Renate. Danach durften wir die Kinder beschenken. Olegi hatte die Kinder vor Wochen vermessen und für uns Anziehsachen besorgt. Dank der großen Spende von unserem lieben Ferdi erhielten sie:
Warme gefütterte Winterschuhe, Sportschuhe, Hausschuhe, Hemd/Bluse, T-Shirt, 4Unterhosen, 2Unterhemden, 3Paar Kniestrümpfe, 3Paar Socken, Hose/Rock, warmen Pulli, warme Winterjacke, Pyjama/Nachthemd.

Olegi hatte die Sachen für jeweils ein Mädchen und einen Jungen auf dem Tisch ausgebreitet, sodass jeder sehen konnte, was es gab. Er hatte gut ausgesucht. Damit waren die Kinder super auf den Winter vorbereitet. Jedem Kind wurden dann seine Sachen gezeigt und übergeben, damit sie gleich ausprobiert werden konnten. Strahlende Kinder schlüpften in die neuen Sachen. DIDI MADLOBA!!!

Wir wurden inzwischen mit Kaffee und Obst versorgt. Als die Kinder zum Gruppenfoto herunterkommen sollten, mussten wir warten, denn sie hatten gerade alle ihren Pyjama ausprobiert. Vor dem Gehen bekamen die Kinder noch Mal- und Schreibutensilien von Frauke, die sie aus Deutschland mitgebracht hatte. Natürlich konnte Zarrin hier die letzten Schokolollys verschenken und unsere letzte Schokolade. Für die Mädchen ließen wir noch einen halben Koffer Anziehsachen da, die die mir Renate von sich eingepackt hatte. Die Kinder waren glücklich.
Für einen kleinen Ausflug haben wir den Erziehern noch etwas Geld da gelassen. Wir waren auch glücklich, denn wir konnten an unserem letzten Tag in Kutaissi all unsere Projekte zum guten Abschluss bringen.
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   Sonstiges

Dank der Spenden der Familie Kattentidt und weiterer Spender sowie der Unterstützung vor Ort durch unseren Arzt Dato können wir auch ein weiteres Jahr die Patenkinder unterstützen, die dauerhaft Medikamente und ärztliche Versorgung oder Massagen benötigen.

Nach wie vor unterstützt unser Verein auch das Georgisch-Deutsche Zentrum in Kutaissi, dessen Mitarbeiter uns vor Ort mit Rat und Tat zur Seite stehen und die uns sprachlich helfen.

Wie jedes Jahr, waren wir bemüht, die Spendengelder möglichst sinnvoll anzuwenden. Bei den Kindern hier in Georgien ist Euer Geld, liebe Spender und Unterstützer, wirklich gut angelegt. Jeder Cent bewirkt ein Vielfaches bei den Kindern, bei den Familien. Ebenso die dauerhaft engen Kontakte, die durch die Patenschaften und Briefe entstanden sind. Trotz Internet und schneller Verbindungen ist Deutschland für die meisten Georgier weit entfernt, und es ist etwas Tolles, wenn die Kinder sagen können: „Da im fernen Deutschland habe ich einen Freund, da denkt jemand an mich!“

Daher noch einmal ein großes Dankeschön an alle, die uns bei unserer Arbeit so gut unterstützen! Dank an die kleinen und großen Paten, Dank an die kleinen und großen Spender, Dank an unsere Mitglieder und Dank an all unsere freiwilligen Helfer.

Vielen Dank noch einmal, oder auf Georgisch: Didi madloba!!!

Wer sein Patenkind im Film sehen möchte, soll mir Bescheid geben. Er erhält dann in Kürze eine DVD

Euch allen alles Liebe

Roland Kolbeck 

 

Bilderliste:

A10: links Oberbürgermeister von Kutaissi, rechts neue Botschafterin der BRD in Georgien

F530: Patenkinder im Flüchtlingsheim Zchalzitela

F538: Gespräch mit unserem Arzt Dato wegen Finanzierung der Medikamente für Tamriko

F552: Das Flüchtlingsheim Zchalzitela unverändert

KC717: Patenkinder im georgisch-deutschen Zentrum

KC725: Alfredo unterstützt Mari seit 15 Jahren

KHK01: Anziehsachen für die Kinder im Kinderhaus

KHK08: Malsachen für die Kinder im Kinderhaus

KHK10: Gruppenfoto im Kinderhaus

Im Tageszentrum

KT04: Die Schreinerei

KT04: Ein Geburtstagskind

KT47: Die Anziehsachen ausgebreitet

KT71: Die Kinder warten, aufgerufen zu werden

KT73: Die Anziehsachen werden überreicht

KT81/83/85 Gruppenfoto, jeder hat einen Sack mit seinen Anziehsachen


                                     

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123RF Stock Foto

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