Internationale Kontakte
Es ist zwar schon eine Weile her, aber bekanntlich dauern die gute Dinge manches Mal etwas länger. Hier also der Bericht vom Spanienaustausch im Oktober:

spanien001Im Oktober 2011 war es endlich soweit: 8 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 13 flogen für fünf Tage nach Gijón, einer Stadt von ca. 300.000 Einwohnern, in der unsere spanischen Austauschschülerinnen und -schüler leben. Dabei waren: Daniele, Alicia, Kristin, Miriam, Marie, Angelika, Jonas und Lars.
Dank unserer Spanischlehrerin Frau Martinez Castro, die gebürtige Spanierin ist, konnte am Gymnasium am Stoppenberg  ein Austausch mit diesem Land auf die Beine gestellt werden. Am 16.10.2011 flogen wir von Düsseldorf nach Bilbao. Von dort aus ging die Fahrt mit dem Bus weiter nach Gijón. Um 01.00 Uhr nachts  trafen wir am Busbahnhof zum ersten Mal auf unsere Austauschschüler, die uns netterweise vom Busbahnhof abholten. Der Tag war lang gewesen und deshalb freuten wir uns zunächst einmal auf ein Bett.
Am nächsten Tag trafen wir uns in der Partnerschule, dem „Colegio Virgen Mediadora“.

Die Direktorin, Schwester Lourdes Rodríguez Viejo,  begrüßte uns und führte uns durch ihre Schule. Schnell kamen wir mit den Schülern auf Spanisch ins Gespräch. Anschließend stand ein Besuch im Rathaus auf dem Plan. Dort empfing uns der Schul- und Jugenddezernent von Gijón. Nach einer kleinen Rede und ein paar Fotos für die Lokalpresse  durften wir im alten Ratssaal Platz nehmen. Dort erfuhren wir einiges über die Lokalpolitik und konnten Fragen stellen. Auf dem anschließenden Stadtrundgang sahen wir das Stadion von Gijón, den kleinen Hafen mit seinem alten Fischerviertel  und das Wahrzeichen Gijóns, dem Cimadevilla. Anschließend konnten wir mit unseren Partnerschülern die Stadt auf eigene Faust erkunden.

Der Dienstag begann mit einer einstündigen Fahrt nach Covadonga, der wichtigsten Pilgerstädte Asturiens.
Der heilige Ort liegt in einer tief eingeschnittenen Schlucht mitten in den Bergen. Dort besiegten vor rund 1300 Jahren die Westgoten unter ihrem Anführer Pelayo eine muslimische Streitmacht. Dies geschah unter dem Schutz der Muttergottes und war der Beginn der Reconquista, der Rückeroberung Spaniens. Die Asturier sind sehr stolz darauf, niemals von den Arabern unterworfen worden zu sein.
Die Felsgrotte von Covadonga ist ein Nationalheiligtum und Ziel vieler Pilgerinnen und Pilger. In dieser Felsgrotte befindet sich eine Kapelle, in welcher eine Statue der heiligen Muttergottes, La Virgen de Covadonga, thront. Wenn man die Hand der Gottesmutter berührt und sie um etwas bittet, geht nach dem Volksglauben diese Bitte in Erfüllung.
Unter der Kapelle erstreckt sich der Río Diva, der sieben Brunnen vorweisen kann. Wenn man es schafft, aus jedem einzelnen zu trinken ohne Luft zu holen, wird man im folgenden Jahr heiraten, so der Mythos. Wunderschön war auch die Basílica von Covadonga und der Blick vom Kirchenvorplatz in die umliegende Berglandschaft.
Nach dem Besuch der Pilgerstädte machten sich die Schüler auf nach Arriondas, von wo wir in Kanus den Fluss Sella herunterpaddeln wollten. Es war eine nasse und lustige Angelegenheit. Der Monitor fuhr vor und paarweise folgten die Schüler in ihren Kanus. Das ein oder andere Mal mussten die Kanus wegen des niedrigen Wasserstandes geschoben werden. Mit der Zeit gelang es uns aber immer besser, die Boote auf Kurs zu halten.
Obwohl wir teilweise nass wurden, hatten alle Spaß und kamen nach rund 7 km heil am Ziel an.
Am Mittwoch ging es mit dem Zug in die Landeshauptstadt Oviedo (255.000 Einwohnern.) Dort fuhren wir zunächst zum Berg  Naranco, wo wir zwei präromanische Kirchen besichtigten, Santa Maria del Naranco und San Miguel de Lillo. Von dort aus hat man einen schönen Blick auf die Universitätsstadt Oviedo. Diese Kirchen entstanden in der Mitte des 9. Jahrhunderts und sind gut erhaltenen geblieben. Kirchengebäude aus dieser Zeit gibt es in Deutschland nicht, da Spanien erheblich früher christianisiert wurde.

Die Mittagspause verbrachten wir im Einkaufszentrum  von Oviedo, ein Gebäude, das von außen wie eine Raumstation aussieht!
Danach besuchten wir die Catedral de Oviedo, eine wunderschöne Kirche im spätgotisch-barocken Stil. Sie beherbergt gleichzeitig auch das Diözesanmuseum mit seinem Domschatz,  in dem bedeutende Kunstwerke wie das Kreuz der Engel, das  Siegeskreuz, und die Heiligen Truhe ausgestellt werden.
Der Donnertag begann mit der Besichtigung des Bergbaumuseums in El Entrego.
Asturien ist bekannt für seinen Kohlebergbau, so wie das Ruhrgebiet in Deutschand.
Die Schüler besichtigten das Modell eines alten Bergwerks und gewannen so einen anschaulichen Einblick in die Welt untertage.
Am Nachmittag besichtigten wir ein Kunstmuseum in Gijón und besuchten das Kultur -und Bildungszentrum Universidad Laboral, welches in den 1950er Jahren am Stadtrand von Gijón errichtet wurde. Vom hohen Turm des Gebäudekomplexes  hatte man eine tolle Aussicht über die Stadt.
Am Abend trafen sich alle Schüler in einer „llagar“, wo uns die Herstellung von Apfelwein (sidra) , dem Nationalgetränk Asturiens, erklärt wurde.. Dieser wird in Holzfässern gelagert  und erhält dadurch seinen einzigartigen Geschmack.  Bei einer Kostprobe stellte sich allerdings heraus, dass bei diesem Getränk die Geschmäcker auseinander gehen. Die Schüler konnten sich auch am korrekten Einschenken des Sidra versuchen: man hält das Glas weit nach unten und zapft den Sidra aus ca. ein Meter Entfernung direkt aus dem Fass in das Glas. Bei dem anschließenden  Essen konnten wir noch einmal die Erlebnisse der Woche Revue passieren lassen.
Der folgende Tag war der Tag des tränenreichen Abschieds, der vielen von uns schwer fiel.
Auf der Fahrt nach Bilbao, der zehntgrößten Stadt Spaniens, besichtigten wir noch das berühmte Guggenheimmuseum in Bilbao, das 1997 nach  einem Entwurf des amerikanischen Architekten Frank O. Gehry erbaut wurde. Es ist ein einmaliges Bauwerk, das nicht nur durch seine Bauart, sondern auch durch seine Werke besticht.  Dort werden Bilder und Skulpturen, schwerpunktmäßig jedoch Installationen und Videokunst ausgestellt, unter anderem von den berühmten Künstlern Konstantin Brancusi und Richard Serra ( bis April 2012) Nach dem Besuch  flogen wir zurück nach Düsseldorf.
Der Spanischaustausch bot uns eine Gelegenheit, unsere Spanischkenntnisse anzuwenden und ein neues Land kennenzulernen, eine Erfahrung, die jeder einmal während seiner Schulzeit gemacht haben sollte. Für die Reise in ein anderes Land gibt es nichts Intensiveres als einen Schüleraustausch. Wir hoffen, dass der Austausch mit unserer Partnerschule in Gijón fortgesetzt wird und wir im Juni 2012 unsere spanischen Gastgeber in Essen begrüßen dürfen.
Ein besonderes Dankeschön gilt der Organisatorin auf spanischer Seite, der Lehrerin Eva Vallines Méndez, und natürlich unseren Lehrern Frau Martínez Castro und Herr Wilms, die uns begleitet haben.    

Angelika Stenka / Marie Sterner (Stufe 13)

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