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1974 war es soweit: zum ersten Mal wurden auch Mädchen am Gymnasium zugelassen und ich hatte die Ehre dabei zu sein. Dass wir die ersten waren, wurde uns ziemlich schnell richtig bewusst, da es immer einige schaulustige Jungen vor den Klassenräumen der 5a und b gab (als hätten die Jungs zu diesem Zeitpunkt erst das andere Geschlecht entdeckt). Im Speisesaal wurden wir zuerst in zwei Klassen eingeteilt – die Klassenlehrerin der A war Frau Lichius und die der B Frau Weihs. Welches Glück wir mit Brigitte Weihs hatten, stellten wir sehr schnell fest – speziell die (fast) jährlichen Klassenfahrten blieben jedem im Gedächtnis.

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Martinas Klasse bei einem Ausflug
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Ich weiß nicht, ob es an dem Mischungsverhältnis Jungs – Mädels lag, auf jeden Fall hielten wir in unserer Klasse von Anfang an fest zusammen. Wir haben uns prächtig verstanden und auch Neue wurden in den kommenden Jahren mit Vergnügen aufgenommen. Es gab viele herausragende Ereignisse und wer denkt nicht gern oder nicht ganz so gern an Folgendes zurück:



den Tatort mit Hansjörg Felmy, der bei uns gedreht wurde und an dem auch Schüler von Gymnasium und Realschule teilnehmen durften

den Bombenalarm, der sich an einem Dienstag (?) Morgen – bei uns passend zur Mathestunde – ereignete; alle Schüler und das komplette Personal mussten bei miesem Wetter auf den Schulhof – Gott sei Dank war es nur ein Fehlalarm, aber dennoch: die Rektorin der Realschule gab ihren SchülerInnen danach frei

die ersten Volleyball-Turniere der Mädchen

das Kribbeln in der Raucherecke (nicht) erwischt zu werden

die Diskussionen auf den Klassenfahrten, ob denn nun "Klammerblues" getanzt werden dürfe oder nicht – natürlich im Dunkeln

das von Martina Buchwald gewonnene Frühstück mit Herrn Brokerhoff auf dem Balkon im Innenhof

die vergifteten Pralinen für Herrn Lamers, woraufhin dann jeder eine Schriftprobe für die Polizei abgeben musste

die Mathelehrerin Frau Rausch, die es nicht lange an dieser Schule aushielt (man erzählte uns, wir wären der Grund dafür gewesen)



Ich könnte hier noch viel mehr aufführen, aber das überlasse ich lieber anderen, die auch noch zu Wort (und Schrift) kommen sollen.

Wir haben immer noch – wenn auch unregelmäßig – Klassentreffen, zu denen wir natürlich auch ehemalige Lehrer einladen. Brigitte Weihs kam bisher immer und auch Karl-Heinz Meier war schon gern gesehener Gast. Selbst der Musiksaal wurde uns an einem Samstag Nachmittag schon für ein Treffen zur Verfügung gestellt.

Wie bereits erwähnt, überstanden wir so einige Klassenfahrten, die uns z. B. nach Dülmen, Ahrhütte und in die Schweiz führten. Jede Fahrt wurde von Martin Streuf mit der Filmkamera festgehalten und nachvertont. Diese Filme sind die Höhepunkte auf jedem Klassentreffen. Da die meisten von uns sich natürlich im Laufe der Jahre sehr verändert haben, wird es jedes Mal spannend sich und die anderen in jungen Jahren wieder zu entdecken.

Nun zu mir: nachdem ich die Schule 1980 verlassen hatte, machte ich eine kaufmännische Ausbildung, was mir aber auf die Dauer nicht reichte. So ging ich ab Ende 1988 zur Abendschule, lernte richtig Englisch und meldete mich nach einem Jahr für die Prüfungen zur Fremdsprachenkorrespondentin und –kauffrau an – ich dachte mir, dass die Chancen, überhaupt etwas zu bestehen, somit besser stünden – na ja, ich habe dann beides bestanden. Danach war es einfacher beruflich voran zu kommen; innerhalb der letzten 10 Jahre habe ich mehrfach den Arbeitgeber gewechselt, so das halbe Ruhrgebiet kennen gelernt und anscheinend einige Firmen in den Ruin getrieben (von sechs Stück gibt es nur noch zwei). Zurzeit arbeite ich in Dortmund für ein Unternehmen, welches kundenorientierte Lösungen kombinierter Luft- und Schallschutzsysteme für Gasturbinen entwickelt und realisiert.

1991 habe ich meinen langjährigen Freund geheiratet und nun sind wir schon seit knapp zwanzig Jahren zusammen – meine Güte, hört sich das alt an.

So, nun reicht’s aber. Ich hoffe noch viele weitere Artikel von Ehemaligen zu lesen und grüße alle, die sich noch an mich erinnern – und die anderen natürlich auch.



dedice

Martina Dedice an ihrem Arbeitsplatz im Jahr 2000

Martina Dedice, geb. Troche Emails an folgende Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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