Unser Programm

500 Kilometer bis nach Santiago de Compostela

pilger logo

Wenn Sie den Weg der Gruppe detailgenau verfolgen wollen, empfehlen wir die folgende Karte: http://www.godesalco.com/maps/frances#90

Tag 1 - Anreise:

SMS Nachricht vom Markus Schumacher:

Pilger gut in Burgos angekommen Herberge voll, aber wir haben eine Alternativunterkunft gefunden. Morgen wird gelaufen.

 

1.    Tag     Essen – Burgos
tag1 2 01Na prima- wir sind da! Nach einem geschmeidigen, entspannten Flug ohne spanische Sandwiches und nennenswerte Turbulenzen sind wir pünktlich in Madrid gelandet. Nach kurzer Suche fanden wir unseren Busfahrer, der uns dann im Eiltempo nach Burgos brachte. Dort angekommen wurden wir von der Ansicht der wunderschönen Kathedrale willkommen geheißen und erledigten gleich mal im Laden an der Ecke den Kauf der Pilgerstöcke. Natürlich hat den armen Besitzer diese Anzahl glatt überfordert und so musste er erst mal nach Hause fahren um im Keller zu wühlen. Auf dem Weg zu unserer ersten Alberge schauten wir kurz beim Dönerladen unseres Vertrauens vorbei, um die Vorbestellung für heut Abend klar zu machen. Zum Glück ist der Chef Duisburger und freut sich über Gäste aus dem Ruhrpott- und das Leitungsteam sich auf ein Begrüßungstrunk. Dann endlich die Herberge: Ankommen, einchecken- und- das Ding ist rappelvoll und nichts geht mehr. OK- die Kids haben Abenteuer gebucht und das sollen sie auch bekommen- Die Lösung: ca. 45 min Fußmarsch bis zu einem Campingplatz mit Bungalows- zu einem nicht billig zu nennenden Preis. Nach kurzem Telefonat mit dem Team auf dem LKW, die kurz vorher angekommen waren, beschlossen wir, dass wir eigentlich keine Wahl haben und die Kohle wohl berappen müssen. Das heißt heut Abend wieder zurück in die Stadt (der Döner ruft) und dann noch einmal wieder retour zum Campingplatz. Mal schauen, wahrscheinlich machen wir eine Tour mit dem Bus und morgen ist die erste Etappe glatt mal ein paar Kilometer länger. So- jetzt hoffen wir, dass das Wetter noch souverän schöner wird und dann geht’s morgen los. Und da Ali Baba jetzt ruft, muss ich los.

 
Holger Sieg

 

Tag 2 - Erster Tag unterwegs

SMS Nachricht vom Markus Schumacher:

Wie immer kein www in Hornillos! Erste Etappe gut überstanden! Quartier in Sporthalle! Stimmung gut! Morgen kommen erste Tagesberichte! LG, Schumi


2. Tag        Burgos – Hornillos del Camino
tag1 2 10„Schumi lass uns schlafen!!!“  War das Erste was wir an diesem Tag gesagt haben. Es ist Sonntag und unsere erste große Pilgeretappe stand bevor. Wir wurden pünktlich um 6 Uhr geweckt, um dann das Frühstück  vorzubereiten und zu essen. Nach unserer Morgenrunde ging es dann auch endlich los. Erst durchquerten wir noch mal Burgos und schließlich fanden wir uns in einer kargen Landschaft wieder. Obwohl es recht kalt begann, wurde es später unerwartet warm. Es waren nur wenige Wolken am Himmel und die Sonne lachte uns freundlich an – perfektes Wetter um zu Pilgern.


Wir liefen auf langen und einsamen Wegen und sahen hin und wieder andere Pilger. Joshua und ich haben auch spontan welche kennengerlernt. Sie hießen Paul und Robin und kamen aus Kalifornien. Sie starteten schon in Frankreich und hatten dasselbe Ziel für den heutigen Tag wie wir.
Am Ende unserer Strecke wurde es wirklich anstrengend und hart. Viele hatten Muskelkater in den Beinen und auch die ersten Blasen kamen schon. Dennoch wurden wir  belohnt mit einer tollen Aussicht über das Tal.
Als wir endlich unser Dorf erreichten, waren alle heilfroh es geschafft zu haben. Doch Schumi hielt noch eine kleine Überraschung bereit. Da die Herberge im Dorf voll war, mussten wir in der anliegenden Sporthalle schlafen. Die Meinungen zu unserem nächtlichen Quartier waren unterschiedlich. Die einen fanden es gut die anderen eher versifft. Ich persönlich fand es ziemlich cool, die Sporthalle war recht groß, alle schlafen mal zusammen und jeder hat seine eigene Matratze. Zurzeit bereiten wir das leckere Essen vor und später feiern wir alle zusammen den Wortgottesdienst.
Im Großen und Ganzen war der Tag wirklich gut, obwohl die Etappe wirklich anstrengend war, war jeder glücklich es geschafft zu haben und freut sich nun umso mehr auf seinen verdienten Schlaf.


Tim Kroll, David Ney

Bilder vom ersten und zweiten Tag


 

3. Tag        Hornillos del Camino - Castrojeriz
tag3 01Heute wurden wir mal wieder mit den wundershönen Worten „ Aufgewacht die Sonne lacht“ um 6.30 Uhr  geweckt. Nach einem Frühstück und einer  Morgenrunde sind wir um 8.30 Uhr in Hornillos losgepilgert.
Wir hatten 21km bis zum Tagesziel vor uns.
Mit kaltem Nebel hat der Morgen angefangen und mit warmer  Sonne aufgehört. :- )
Wir hatten alle sehr gute Laune und sind mit viel Spaß in den Tag gestartet.


Wir sind lange durch kahle und eintönige Landschaft mit Blick auf  weite Felder gepilgert, zwischendurch kamen wir an schönen kleinen Dörfern vorbei.
Als  wir um 15 Uhr in Castrojeriz angekommen sind haben uns das Dreamteam Lara und Micha einen wunderbaren Schlafplatz gesichert.  Heute übernachten wir in einer Turnhalle.
Wir sind super froh dass wir warme Duschen haben. :- )
Wir freuen uns über jeden Kilometer den wir geschafft haben.
Zu wissen, dass wir von den 500 km schon 44 km geschafft haben und die Kilometeranzahl  jeden Tag sinkt spornt uns an und motiviert uns. :- )
Wir haben gerade einen super leckeren Burger von Holger gebraten bekommen und genießen die untergehende Abendsonne. Gleich kommt noch eine lustige Abendrunde und danach  freuen wir  uns  auf unser  kuscheliges  „Bett“.
Morgen heißt es wieder „Aufgewacht die Sonne lacht“  und dann starten wir, vielleicht mit ein bisschen Muskelkater und guten Erwartungen  in den Tag.

Laura Thauern, Giulia Morsbach


 

4. Tag        Castrojeriz – Fromista
tag4 01 - Der heutige Tag ist der erste Höhepunkt, was meine Stimmung betrifft! -
Ich –Joèl- weiß nicht wieso, aber  trotz einer kurzen Nacht war ich heute bestens gelaunt. Egal was ich gemacht habe, ich wurde auch bei Steigungen nicht müde. Der heutige Weg  wurde von herrlich warmen Sonnenstrahlen begleitet. Was für die meisten bereits am Anfang des heutigen Weges ein Berg war, stufte unser Schumi als Hügel ein.
Der Weg war trocken, lang, unsere bisher längste Etappe und nicht Jedermanns Sache. Jedoch waren alle glücklich, die vereinbarten Treffpunkte bzw. das Ziel zu erreichen.


Viele hatten Hass- Attacken und Wutausbrüche. Ich habe verzweifelt versucht, die anderen mit meiner guten Laune anzustecken.
Dies gelang mir nur teilweise, denn nachdem wir das Ziel erreichten und alle glücklich waren, da zu sein, habe ich kurz Rast gemacht, meinen Rucksack abgestellt und bin den Letzten entgegen gejoggt.
Dies sorgte teilweise für Bewunderung und manche haben mich für verrückt erklärt. Jenen, denen  ich entgegengekommen bin, habe ich Mut zugesprochen und ihnen gesagt, dass es nicht mehr weit sei und dass ich Arthur besuchen wollte.
Als ich diesen erreichte und fragte, wem von der Schlussgruppe ich etwas abnehmen solle, warfen mir ziemlich direkt zwei Mitpilger ihre Rucksäcke zu, welche ich zu den anderen trug.
Dies ging aber nur, weil ich die heutige Etappe mit meiner guten Laune gemeistert habe und im Gegensatz zu manch anderen keinerlei Beschwerden hatte - diese haben mein Mitgefühl.
Ich werde jetzt das köstliche Essen, was uns Holger Tag für Tag mit einigen Freiwilligen kocht, genießen. In diesem Sinne uns noch einen „Buen Camino“.


Joèl Nagel

 

 

 

5. Tag         Fromista – Carrion de los Condes
tag5 02-Entspannte Etappe (laut Schumi)-
Nach einer echt sehr schlafintensiven Nacht, begann der Tag wie immer mit dem “sanften“ Schumacher-Weckruf, der uns alle aus den Schlafsäcken fliegen ließ.
Draußen war es gefühlte 4 Grad und das Wasser unserer Trinkflaschen für den Tag aufzufüllen, wurde zu einer winterolympischen Disziplin, dadurch sind wir nun Goldanwärter.
Die gewohnten Abläufe sitzen perfekt, so dass wir gegen 9:30 zu unserer 4ten Pilgeretappe aufbrechen konnten, die etwa 19 km betrug. Die Worte zur Etappe von Schumi: „Eine ganz lockere Etappe, deutlich angenehmer als die Gestrige.“


Angenehmer als gestern?
Von wegen! Die Füße brannten von Anfang bis zum Ende durch, jede Blase, jede Druckstelle und jeden zurückgelegten Meter mehr. Jedoch bissen wir uns, wie richtige Pilger, bis zum Kloster von Carrion de los Condes durch.
Das schöne Wetter setzte sich auch heute weiter fort, so dass die Bräune auf der Haut sich verstärkte und die Sonnenbrände sich häuften. Natürlich gab es auch ein paar Tiefpunkte auf der heutigen Etappe, der ein oder andere musste an der Hauptstraße P 9800 mit seinen Nerven kämpfen, da die Ausläufe der Meseta immer nur Steppe und karge Landschaften boten (kann manchmal auch ganz schön sein)!
Wie bereits erwähnt, befinden sich unsere heutigen Schlafgemächer im Kloster Esprito Santo. Die Duschen sind warm, die Betten weich und das Wetter besser als erwartet. Nun genießen wir noch die warmen Sonnenstrahlen auf der Haut, verlieben uns wieder mal in Holgers Kochkünste und touren durch die Altstadt von Carrion de los Condes.
Buenas tardes und sommerliche Pilgergrüße aus Carrion de los Condes -


von Leon Maximilian Posada & Lucas Sauer.

 

 

 

 

 

 

6. Tag        Carrion de los Condes – Callzadilla de la Cueza
tag6 05Heute wurden wir mit einem schönen Weckruf und den Ergebnissen der gestrigen Championsleague Spiele geweckt.
Als wir heute Morgen nach draußen gegangen sind, war es gefühlte 0° warm. Bei dieser „Wärme“ haben wir gefrühstückt und die übliche Morgenrunde gehalten. Nachdem Schumi aus seinem „Reiseführer“  die heutige Etappe beschrieben hat, ging es sofort los. 17 km durch die Campos, wo ein gelbes Feld nach dem anderen kam ( Scheiße langweilig !!! ).

Heute gab es jedoch eine Besonderheit, denn heute ist Lara mit uns gelaufen, die sonst immer mit Micha im LKW unsere Sachen zum nächsten Ort bringt. Dafür ist Holger heute mit dem Truck zum Einkaufen gefahren. Kurz bevor wir in der Albergue von Callzadilla de la Cueza ankamen, haben wir die ersten 100 km unserer Strecke nach Santiago geknackt. Nun haben wir auf die Nachzügler gewartet und haben anschließend den Truck ausgeladen. Später haben die Freiwilligen angefangen Salat zu schneiden, Kartoffeln zu kochen und Steak zu braten ( das Essen war sehr lecker ). Nun liegen wir im Warmen und schreiben schon seit 2 Stunden an diesem Text. Wir hoffen das reicht und hat euch die wichtigsten Informationen geliefert.

 

Fabian Teckentrup & Justin Stratmann 

 

 

 

 

 

 

 

7. Tag        Callzadilla de la Cueza – Sahagun
tag 04WTF und OMG ist kein Lied von den „Fantastischen Vier“, sondern die Ausrufe verzweifelter Pilger, die man schon über die ganze Fahrt bisher hört. Heute war dies wieder der Fall. Dafür, dass heute eine mehr oder weniger einfache Etappe kam, häuften sich die Schreie, der sich im Internet gebildeten Kürzel. Doch am Ende sind alle angekommen. Eine Pilgerin musste zwar vom Truckteam abgeholt werden, aber am nächsten Tag geht es immer weiter.
Nachdem die erste Weghälfte ohne Schaden überstanden war, kam in der zweiten Hälfte eine Stelle, an der sich viele meiner Pilgerbrüder mit der Richtung vertan.

 

An dieser Stelle auf dem Weg musste man sich für eine Richtung entscheiden. Obwohl der richtige Weg ausgeschildert war, entschieden sich manche Pilger halt für den falschen Weg. Ich muss zugeben, dass ich auch den falschen Weg genommen hätte, wenn ich nicht eine aufmerksame Begleitung an meiner Seite gehabt hätte. Am Ende fanden dann alle den richtigen Weg, auch wenn manche einen Umweg von 6 km genommen haben.
Unterkunft fanden wir diesmal in einer ehemaligen Kirche, in der in der obersten Etage Betten aufgestellt wurden. Das alles in Nischen und mit Etagenbetten. Schlafen kann man hier gut, aber da wir mit anderen Pilgern zusammen wohnen, muss man schon auf seine Sachen aufpassen. Wie schon auf der Liste von Herrn Schumacher stand gibt es immer schwarze Schafe unter den Pilgern.


Joshua Plaga

 

       

 

 


 

 

8. Tag        Sahagun – El Burgo Ranero
tag8 05Heute wurden wir mal nicht von Schumi geweckt, sondern von unseren netten Mitpilgern, die schon am frühen Morgen um 4 Uhr  „nachts“ losgepilgert  sind. Als wir dann endgültig um 6.30 Uhr aus unseren warmen Betten mussten, begann wie jeden Morgen die Frage: „Wo sind meine Sachen?“  Es wird nämlich immer schwerer, Ordnung in unseren Taschen zu halten. Trotz alledem fand jeder früher der später seine Sachen.

 


Nach dem leckeren Frühstück und der Morgenrunde ging es dann endlich wieder los. Erst ging es mal wieder nur geradeaus an Feldern oder Straßen entlang.
Heute durfte unser  Dreamteam Lara und Micha auch mal mit pilgern, dafür fuhren Schumi und Holger den Truck. Auch Anne musste leider mit dem Truck fahren, da es ihr nicht gut ging. Leider mussten heute auch noch 2 Pilger aus unserer Gruppe von unterwegs mit dem LKW abgeholt  werden. Beiden geht es zum Glück jetzt schon wieder besser.
Als wir dann am Ortseingang nach etlichen Pausen auf alle gewartet haben, sind wir gemeinsam zu unserer Schlafstätte gelaufen. Heute dürfen wir in einer Spanischen Grundschulaula schlafen. Wir fühlen uns alle wohl und sind stolz darauf, die erste Woche gut überstanden zu haben. Jetzt freuen wir uns auf das leckere Essen, das Holger und Co. mal wieder zubereiten. Anschließend machen wir wieder eine Abendrunde und singen evtl. ein paar Lieder dazu. Danach legen wir uns in unsere kuscheligen „Betten“, da wir morgen wieder früh aufstehen müssen und den Tag mit einem „Aufgewacht das Neonlicht lacht“ beginnen.

Laura Thauern und Carina Teckentrup

 

 

 

 

 

 

 

 

 

9. Tag El Burgo Ranero – Puente Villarente
tag9 04Heute lag eine 26 km lange Etappe vor uns, die für manche Pilger unserer Gruppe zu einer schier endlosen Tortur wurde.
Aber ich fange am Anfang an, denn mein Morgen fing wie immer mit dem lautstarken und deutlichen Weckruf von Schumi an. Nach einer Nacht, die durch das Schnarchen von einigen Mitpilgern öfter mal unterbrochen wurde, rollte ich mich also aus meinem Schlafsack, packte meine Sachen und machte mich auf zum Frühstück. Dort wiederholte ich den Fehler, den ich die Tage zuvor gemacht hatte, nicht und nahm mir genügend Futter für unterwegs mit.


Wir starteten also um ca. 9.20 Uhr  und gingen von der Schule, in der wir geschlafen hatten, los. Nachdem wir den Ort verlassen hatten, setzte sich die Eintönigkeit der letzten Tage fort, denn es ging ca.10 km geradeaus. Nur durch kleine Biegungen, eine Baustelle und eine Unterführung, über die sich eine Zugstrecke ihren Weg bahnte, führte uns der Weg zum ca.13 km entfernten Dorf Reliegos, das ungefähr auf der Hälfte des Weges lag. Die Meisten legten dort eine Pause ein, manche aber auch nicht. Ich nahm dort mein zweites Frühstück zu mir und setzte meinen Weg zusammen mit einem der „Chefs“ der ganzen Pilgerschar fort. Nach 1 ½ Stunden erreichten wir den „Iran“.
Denn der Ort für unseren zweiten Wartepunkt hieß Mansilla de las Mulas und so entstand auf dem Weg der Gedanke, man ginge in den Iran mit seinen Oberhäuptern den Mullas. Am zweiten Treffpunkt trafen wir auf die Sprintergruppe, die sich auch kurz nach unserer Ankunft wieder auf den Weg machte und von denen man dann auch kurze Zeit später nichts mehr sah.
Nach einer Trinkpause setzte die kleine neugemischte Gruppe ihren Weg durch das kleine Städtchen fort, um den dritten und letzten Treffpunkt vor der Herberge zu erreichen. Auf dem Weg erfuhren wir bzw. lernten wir die spanische Art Hunde auszuführen kennen, denn uns begegnete eine Frau, die auf dem Pilgerweg mit ihrem Jeep fuhr. Die Dame hielt auf einem Seitenweg, öffnete die Tür aus welcher sofort drei Hunde sprangen, schloss die Tür und fuhr langsam neben den Tieren her. Das amüsierte Schumi, Jan und mich sehr. Kurze Zeit später kniete ich auf dem Weg nieder und verbeugte mich in Richtung nirgendwo, das sorgte für ein bisschen Verwirrung, war allerdings schnell geklärt, denn ich habe seit 7 Tagen wieder grünes Gras gesehen: Ein Wunder!
Der Weg führte weiter entlang an einer viel befahrenen Straße, auf die Schumi vorher hingewiesen und gewarnt hatte und  die durch den stark frequentierten Verkehr durchaus als gefährlich einzustufen wäre. Dem war allerdings nicht mehr so, da der Verlauf des Pilgerwegs „entschärft“ worden war. Nach einiger Wartezeit am dritten Wartepunkt ging es für uns alle zur Herberge und es folgte der übliche  Ablauf. Holgers Essen war mehr als sättigend, sodass wieder weitere Pilger, die mit uns in der heutigen Herberge untergekommen sind, versorgt werden konnten.

 


Tobias Urban

 

 

 

10. Tag     Puente Villarente – León
tag10 03Nach einer erholsamen Nacht, wurden wir und drei spanische Mitpilger, wie immer um 6.30 Uhr „sanft“ von unserem Schumi geweckt.
Nach einem leckeren Frühstück im Innenhof und einer schnellen Morgenrunde ging unsere Etappe los. Da unsere gestrige Etappe sehr lang und hart war, war die Heutige angenehm kurz. Die 13 km nach León haben wir schnell hinter uns gebracht, sodass wir pünktlich um 12 Uhr bei den Nönnekes ankamen. Zügig war der Truck entladen und die Betten bezogen. In kleinen Grüppchen hat jeder für sich die Stadt erkundet.

 


Ein sehr beliebtes Ziel war McDonald wo sich viele ordentlich den Bauch vollgeschlagen haben. Andere hingegen bevorzugten die niedlichen Restaurants in der wunderschönen Altstadt von León.
Wie man nachher feststellte, hat jeder die Zeit in der großen Stadt anders genutzt. Manche kamen mit schweren Einkaufstüten zurück, andere mit Souvenirs und vielen Postkarten. Jeder hat für sich Eindrücke gesammelt und sich ein Bild von der Stadt gemacht.
Nun sitzen alle erschöpft bei lauwarmem Wetter im Innenhof und warten auf Holgers leckere Hotdogs. Abschließend kann man sagen war der heutige Tag wirklich schön und ein voller Erfolg!!!


Laura Koßmann, Tim Kroll

 

 

 

 

 

 

 

11. Tag     León – Villar de Mazarife
tag11 03Die heutige Strecke betrug 21 km. Um 9:15 Uhr sind wir losgelaufen und alle sind so zwischen 14.30 Uhr und 16.00 Uhr am Zielort eingetroffen.  Es war bewölkt und ab und zu hat es mal leicht geregnet. Der Weg, der uns erst durch die Stadt und zum Ende durch eine savannenähnliche Landschaft führte, verging sehr schnell-sowieso mit den richtigen Quatschpartnern ;-)

 

 

 
Als wir dann die Herberge sahen, haben wir uns total gefreut. Wir haben die bekommen, in der man erstens die Wände bemalen darf und zweitens hat sie einen großen Garten mit Pool. Obwohl es nur 17 Grad waren, sind wir in unsere Bikinis und Badehosen geschlüpft und alle gemeinsam in den Pool gesprungen. Das hat eine Menge Spaß gemacht und wir haben uns durchgefroren und eiskalt schnell in unsere Handtücher eingewickelt. Sogar unsere verrückten Leiter sind in den Pol gesprungen.
Im Moment sitzen wir im Garten und kochen gemeinsam - gleich gibt es Spaghetti Bolognese :D                                                                                                
Außerdem ist unser Superkoch Holger immer mit vollem Einsatz dabei. Zwar helfen wir, aber ohne ihn würde beim Essen nichts laufen.
Wir freuen uns auf den Abend, an dem wir vielleicht noch etwas Schönes singen und ihn mit einer Abendrunde beenden.

 

 

Daria Rasche, Lara ter Veer und Franziska Rummeni


     

 

 

 

 

 

12. Tag Villar de Mazarife – Hospital de Orbigo
tag11 03„Tschüss Herberge aller Träume, dich werden wir nie vergessen!"
Dieser Satz ging uns heute durch den Kopf, als wir die Herberge in Villar de Mazarife hinter uns lassen mussten. Die Gefühle, die in einem hochkommen, wenn man die Wünsche und Träume der anderen Pilger sieht, die an die Wände gemalt oder geschrieben worden sind, kann man nicht beschreiben. In vielen der Gedanken, die dort stehen, erkennt man sich wieder und deshalb wird es viel schwer, heute den Weg weiter zu gehen. Trotzdem liefen wir mit guter Laune und etwas Nieselregen los.

 


Der Weg war heute nur 16 km lang, also keine Herausforderung für uns. Er führte ,uns an einer Straße entlang und ging zum Schluss durch ein kleines Dorf. Nach drei Stunden war das Wandern für uns schon zu Ende. Jetzt haben wir genügend Zeit, um uns auszuruhen, damit wir Morgen wieder durchstarten können.
Im Moment warten wir nur darauf, dass Holger und Co uns zum Essen rufen. Was es genau gibt, weiß keiner aber wir lassen uns überraschen.
Wir wissen nur das es wie immer lecker wird !!!


Bis Bald
Carina Teckentrup und Laura Thauern

 

 

 

 

 

 

 

13.Tag    Hospital de Orbigo - Astorga
tag13 03Heute fing der Tag wieder mit einem „Schumi-Weckruf“ an. Nach der durchwachsenen Nacht, sind wir in Hospital de Orbigo aufgewacht und draußen wartete das Leiterteam mit vorbereitetem Frühstückstisch auf uns.
Nachdem alle fertig waren, kamen wie jeden Tag die Gepäckkette und danach die Morgenrunde. Wir sind eine 18 km lange Strecke, mit „Hügelchen“ (laut Schumis Kategorien) gelaufen.
Aus der Stadt raus kamen erst einmal für ca. 3 km langweilige Landschaft und Felder bis ins nächste Dorf. Hier musste Tobias S. leider wegen Schmerzen am Knie abgeholt werden. Hinter dem Dorf wartete das erste „Hügelchen“ auf uns.

 

Er war nicht steil aber dafür lang. Oben mussten wir über eine Straße bis ins nächste Dorf laufen. Ab jetzt wurde die Landschaft interessanter und hügeliger. Es kam eine Abzweigung und die Spitze wusste nicht in welche Richtung es geht. Alle mussten dann auf den nächsten Betreuer mit Karte warten.
Danach kam ein „Waldstück“ und von den nächsten Hügeln hatte man eine fantastische Aussicht. Bei Kilometer 12 kam ein Aussichtspunkt auf unsere Zielstadt Astorga. An diesem Aussichtspunkt steht auch ein großes Kreuz, an dem man Sorgensteine ablegen konnte. Hier war der erste Treffpunkt für alle. Danach ging es den Hügel des Aussichtspunktes hinunter in einen Vorort von Astorga. Ein schnurgerader Schotterweg führte zum zweiten Treffpunkt, nämlich dem Bahnübergang von Astorga. Es ist eine außergewöhnliche Fußgängerbrücke, die im „zick-zack“ nach oben geht. Ab hier waren es nur noch 10 Minuten zur Herberge. Die Herberge ist groß und sauber. Jetzt werden wir die Stadt Astorga erkunden.

 

Tobias Strümper, Maximilian Brockhaus & Nico Demsar

 

 

 

 

 

 

 

14.Tag     Astorga – Rabanal del Camino
Halbzeit!
tag14 03Nachdem uns der Camino bis jetzt 250 Kilometer durch Gegenden, die abwechselnd an Wüste, Australian Outback, Savanne oder das Sauerland erinnerten geführt hat, können wir uns freuen, die Hälfte geschafft zu haben!  Mal sehen, welche Kontinente wir noch erkunden dürfen. Die heutige Etappe war 20 km lang und ging uns recht leicht „von den Füßen“. Es war bewölkt aber relativ warm und trocken. Zur Abwechslung durften wir heute sogar ein kleines Waldstück bewundern!

Wir persönlich haben gemerkt, dass es schöner ist, etwas gemütlicher zu gehen und mal mehr Pause zu machen, als den Weg möglichst schnell hinter sich bringen zu wollen. Schließlich sind wir ja eigentlich wegen dem Jakobsweg hier und nicht auf fröhlicher Herbergen-Erkundungstour!
Da heute spanischer Nationalfeiertag ist, spielt in unserer Herberge, die gleichzeitig auch die Dorfkneipe ist, eine keltische Band. Dazu werden wir noch von Holger mit leckeren Gnocchi verwöhnt!
Viele sonnige Grüße


Hannah Kopal & Marie Jurzok


 

 

 

 

tag15 0415.Tag     Rabanal del Camino – Ponferrada
Heute durfte ich ausnahmsweise ohne Schumis Weckruf um 6 Uhr morgens aufstehen, um mich auf die 34 km Etappe zu machen. Während wir also gestern Abend den Schock bei der Vorankündigung zur heutigen Strecke mit der „wunderbaren“ Musik der Fiesta verdauten, wurde mir klar, dass die heutigen 34 km sehr lang und anstrengend werden würden.

                           
Als Schumi in der Abendrunde die Strecke des heutigen Tages verkündete konnte ich sehen, wie bei manchen eine leichte Ohnmacht eintrat und die Verzweiflung wuchs.
Und so landen wir beim Aufwachen heute Morgen, denn ich habe in einem anderen Schlafsaal geschlafen und konnte so dem Krähen der schumacherschen Morgenspezies im randvollen Gruppenschlafsaal entgehen. Nach dem Frühstück ging es also für die Fußpilger los. Wir gingen bei Affenkälte und im Dunklen in Richtung Cruz de Ferro los. Es war so kalt, dass ich, weil ich sie dabei hatte, meine Handschuhe bis zum Gipfel trug. Wir gingen eine leichte aber stetige Steigung hinauf, bis wir nach ca. 2 Stunden am Kreuz ankamen. Auf dem Weg begegnete uns urplötzlich ein Wesen, das  von anderen Leuten auch als Stier oder Bulle bezeichnet wird.
Am Cruz de Ferro warteten wir eine Weile auf die Taxipilger und den Truck. Die Taxipilger waren eine Gruppe von Pilgern, die aus Vorsicht und gesundheitlichen Gründen auf die heutige Etappe verzichtet hatten.
Die von anderen Pilgern zuvor abgelegten Sorgensteine konnten die Größe des Sorgensteins unseres SAS (Schulzentrums Am Stoppenberg) nicht übertreffen.
Es ging anschließend weiter. Die Strecke war heute komplett anders als die vorherigen Etappen, denn es ging auf und ab und danach eine lange Zeit nur noch bergab. Die Strecke bergab war weniger anstrengend aber lang, sodass für einige von uns der Trip kein Ende nehmen mochte.  Am zweiten Treffpunkt angekommen ging es für mich fast direkt weiter und die letzten acht Kilometer lagen vor mir. Die letzten Kilometer zeigten mir gnadenlos die Härte der vorangegangenen Strecke, ich spüre Stellen meines Beines, die ich noch nie zuvor gespürt hatte, denn es war fast 18 km bergab gegangen. Am letzten Treffpunkt gab es ein wenig Verwirrung über den tatsächlichen Standort des Treffpunkts. Wir warteten also auf Schumi der nach einiger Zeit etwas nervös bzw. erregt eintraf. Wir waren etwas zu weit gelaufen und am eigentlichen Treffpunkt fehlten unserm Pilgerzähler plötzlich 14 Pilger.
Nachdem sich die Lage geklärt hatte ging es für die komplette Fußpilgergruppe zur Herberge. Dort angekommen stellten wir zu unserer Überraschung dankbar fest, dass der LKW und somit unsere Sachen schon von den ehrenwerten Taxipilgern ausgeladen worden waren.
Das Abendessen bestand aus einer spanischen Spezialität (Empanandas), mit Cola und Donuts, sehr lecker. Da die Duschsituation der nächte Tage nicht klar ist bestand heute absolute Duschpflicht für alle. Um neun folgt nun  noch der samstagsabendliche Wortgottesdienst


Tobias Urban

 

 

 

 

 

16. Tag     Ponferrada – Villafranca del Bierzo
tag16 01Heute fing der Tag nicht ganz wie geplant an. Eigentlich wollte uns Schumi um 6:30 Uhr wecken, daraus wurde aber 6:40 Uhr. Ein paar äußerst nette Mitmenschen hatten sich den Diesel aus unserem Truck geborgt (ohne ihn zurückzugeben) und deshalb den Tank aufgebohrt haben. Zunächst war also einiges zu organisieren…
Während wir zu unserer Etappe aufgebrochen  sind, hat ein Mechaniker den Tank repariert und so konnte der Tag dann doch normal weitergehen.
Die heutigen 24 km kamen den meisten länger vor als gestrigen 34 km. Am Anfang der Etappe sah es nicht viel anders aus als in Deutschland. Erst später verwandelte sich die Umgebung in eine von Weinstöcken gesäumte Landschaft, wo man sich aber trotzdem fühlte wie in Deutschland an der Mosel. Leider war das Wetter sehr wechselhaft, was alle Leute dazu brachte immer wieder zwischen Fleecepulli und Regenjacke zu wechseln. Bei der Ankunft in Villafranca del Bierzo waren alle ziemlich geschafft. Kaum angekommen haben wir wie immer den Truck ausgeladen. Heute sind wir in den Räumen eines ehemaligen Krankenhauses untergebracht. Nachdem alle auf die Zimmer aufgeteilt wurden, hatten alle ein bisschen Zeit für sich.
Zur Freude von allen hat uns Holger wieder in super Menü gezaubert. Es gab Pellkartoffeln mit Aioli, dazu Salat und Steak.


Schöne Grüße aus Spanien
Inga Sabban,  Mathias Hielscher

 

 

 

 

 

 

17. Tag     Villafranca del Bierzo – O Cebreiro
tag17 01Geburtstag/ Horroretappe/ Stress
In einem Jungenzimmer fing der Tag schon um 5:35 Uhr anstatt um 6:00 Uhr an, da sie fleißig wie Bienen Luftballons für das Geburtstagskind Lükes aufgeblasen haben. Nach dem Ständchen und Glückwünschen aller Zimmergenossen kam Schumi wie immer ins Zimmer rein gestürmt, mit seiner gewohnten Taktik uns zu wecken, die aber keine Früchte  trug.
Nach der Zimmerräumung, dem Frühstück/ Versorgung für den Tag, Kette zum Truck und Morgenrunde startete die Horroretappe nach O Cebreiro. Diese Etappe konnte man auf drei Varianten bewältigen.                           
Variante 1: Mit dem Bus von Villafranca del Bierzo bis Pedrafita und von dort aus eine kleine 4 km Etappe zur Herberge in O Cebreiro.
Variante 2: Die „Sissi Tour“, eine 29 km lange Etappe, boten Anne „Königin“ Leitzen, Holger „Kochgott“ Sieg und Hans Georg „King Arthur“ Knickmann-Kursch, an. Diese führte zunächst durch Villafrance de Bierzo und dann an mehreren Straßen entlang bis zum Fuße des Berges „O Cebreiros“.
Variante 3: Markus „The Weckbrain“ Schumacher bat den Camino Duro  an, der nicht nur über den O Cebreiro, sondern über noch einen anderen Berg führte. Später führte auch diese Variante zu dem Fuß des O Cebreiro.
Da wir Variante 3 ausgewählt haben, berichten wir über diese: Nach ungefähr 500m, hatten wir eine wunderschöne orange-lila wechselnde Aussicht auf die hinter uns gelassenen Berge und Etappen. Die Strecke führte  über Stock und Stein, Laub und Kastanien. Am Gipfel angekommen aßen wir Brote, Kekse und Müsliriegel. Schumi machte mit Stativ und Selbstauslöser noch schnell ein Erinnerungs-/ Beweisfoto, bevor der Abstieg begann. Im Tal angekommen kauften wir  noch Wegproviant  im örtlichen Supermarkt ein. Nun führte die Strecke bis zum Fuße des O Cebreiros. Am Fuße angekommen, begann der anspruchsvollste Teil der Etappe, der durch einen dschungelartigen Wald und mehrere Bauerndörfer führte. Die Aussicht war wieder atemberaubend, nicht nur wegen der Berge sondern auch wegen der Provinztafel Galiziens.
Oben angekommen schrien Pilger unserer Gruppe all ihre Emotionen raus ins Tal, bevor der Weg zur Herberge begann. An der Herberge erfuhren wir das eventuell bei größerem Andrang manche aus unserer Gruppe kein Platz mehr finden würden, dies traf zum Glück nicht zu. Die Betten wurden eigeteilt, belegt und bezogen.
Gegen 18:45 Uhr gingen wir los zu unserem heutigen Speiseplatz, dem Restaurant um die Ecke. Das drei Gänge Menu bestand aus Pasta mit Fleisch, Pommes mit Braten und zum Nachtisch Eis.
Nun klingt der Abend noch mit der „Schwarzwaldklink“, der Abendrunde und netten  Konversationen aus.
Erschöpfte aber trotzdem glückliche Pilger, schicken schöne Grüße aus den Galizischen Bergen.


Leon Maximilian Posada, Lucas Sauer

 

 

 

 

 

 

18. Tag     O Cebreiro - Triacastela
tag18 02Was ein regnerischer Tag! Ich hasse es, mit eingeschalteten Scheibenwischern in die Welt zu sehen!

 

„Aufgewacht die Sonne lacht“ hieß es heute um 6.30Uhr. Zu schön wäre es gewesen!  Das Prasseln des Nieselregens ließ mich erwachen.
Nach dem ersten Frühstück im warmen und einer kurz gehaltenen Morgenrunde, stapften wir um 8.30Uhr, dick eingepackt in Regenhose und Regenjacke, los. Wir hatten 21 km vor uns. Wir liefen über bewachsenen Wegen, durch Pfützen und Matsch.
Ich suchte mir den Weg mit meinen Reifen durch´s Dorf und fuhr auf die Nationalstraße, wo ich die Gruppe und meine Mitschreiberin am Wegesrand sah.
Nach kurzer Zeit hörte ich die Ersten schimpfen: „Warum mache ich das überhaupt?  Ich laufe doch nicht wirklich freiwillig durch den kalten Regen?!  - Das kann doch alles nicht wahr sein.“


Und für einen Moment lang, dachte ich sogar dasselbe - als ich an mir herab schaute und sah wie der Regen, Tropfen für Tropfen, an mir runter triefte.
Die von Schumi erwähnte schöne Aussicht, konnte ich wirklich nicht sehen und geniessen.
Über den regennassen Asphalt rollten meine Reifen in Richtung Tal und liessen langsam die Unwirklichkeit hinter meinen Schlusslichtern verblassen.
Doch als der Regen nachließ und wir den Hunger nach der ersten Pause stillen konnten, sah die Welt und der Weg gleich schon viel netter aus.
Ich lief ein Stück vor den Letzten, mit denen ich zuvor unterwegs war – und nebenbei, ich gehöre immer zu der Schlussgruppe.
Ich wurde immer schneller bis ich mein perfektes Tempo fand und die anderen hinter mir nicht mehr sah, stattdessen holte ich immer mehr meiner Leute ein und folgte  den gelben Pfeilen.
Es ging ständig etwas Berg auf und ab. Ich würde mal sagen: „Dieser Weg war steinig und  schwer…“  (oder wie heißt der Songtext …). Spätestens von dem Moment an, als der Wind seine Stärke bewies und es wieder anfing zu regnen.  Ich ging immer schneller und wollte nur ankommen.
Im schnellen Marschschritt liefen die Pilger und ich auf dem Weg.
Auf den letzten Kilometern holte ich sogar Schumi ein, der nicht mit mir gerechnet hatte, was mich nebenbei sehr freute.
Nach und nach trudelte einer nach dem anderen, durchnässt und schockgefroren bei gefühlten Minusgraden in unserer Herberge ein.
Unseren heutigen Zielort – Triacastela haben alle früher oder später mit Leichtigkeit erreicht und das ist alles was zählt.
In der Zwischenzeit hatte Holger mich wieder mit einem seiner Mammuteinkäufe für mehrere Tage beschäftigt, so dass ich schwerbepackt den Zielort kurz vor den ersten Läufern erreichte. Es ist schon ein Balanceakt, die Pappkartonarrangements auf der Ladefläche ordentlich zu transportieren.
Nun warten alle schon ganz hungrig auf Holgers  Zaubereien, die immer total lecker sind!!!
Bis zur Abendrunde werden wir dann gemeinsam gespült und einen tollen Abend verbracht haben … da bin ich mir ziemlich sicher.
In dem Sinne wünsche ich uns gleich einen guten Appetit und euch noch einen schönen Abend.

 

Alexandra Cwienk & „Der Truck“

 

 

 

 

 

 

 

Tag 19 - 17.10.2012 / von Triacastela nach Sarria

 

tag19 04Guten Morgen Regen und Tschüss gute Laune.
Als ich heute Morgen wach wurde war es nicht Schumis Weckruf, der mich aufstehen ließ, sondern das Prasseln des Regens, der gegen die Fensterscheibe klatschte. Ja, leider mussten wir heute wieder beweisen, dass wir nicht nur bei schönem Wetter pilgern, sondern auch bei strömendem Regen. Meine Klamotten waren trotz Regenhose und Jacke völlig durchnässt und diese Tatsache ließ meine Laune in den Keller sinken. Nach dem Frühstück und der Morgenrunde, bei der ich nicht viel mitbekam, weil ein riesige Schnacke an der Decke flog (und mittlerweile weiß jeder aus der Gruppe, dass ich panische Angst vor solchen Viechern habe), ging es danach ab ins Nasse.

 

Der Weg führte uns am Anfang an einer stark befahren Straße entlang, die wir im Gänsemarsch alle brav hintereinander überquert haben. Ich muss mich wohl noch bei meinen Vordermann entschuldigen, dem ich alle 30 Meter in die Hacken gelaufen bin. Nach der Straße ging der Weg meistens nur hoch und runter und durch ein kleines Wäldchen. Der Weg bestand zum größten Teil nur aus Matsch und großen Pfützen. Genau aus diesem Grund bin ich froh, wasserfeste Schuhe zu haben. Einige andere aus unserer Gruppe bekamen ziemlich nasse Füße und versuchen jetzt mühsam, ihre Schuhe zu trocknen. Heute gab es eine kleine Besonderheit auf unseren Weg: Wir besuchten das Kloster in Samos, in dem wir uns Gemälde und alte Bücher angucken konnten. Viele fanden das Kloster aus dem Grund gut, weil es dort drin trocken und warm war. Als wir uns nach unserem kurzen Besuch wieder in den Regen stürzten, hatten die meisten einfach keine Lust mehr. Als wir dann endlich nach stundenlanger Qual bei unserem heutigen Schlafplatz ankamen, freuten sich alle auf eine warme Dusche und auf die kuschligen Betten. Ich freute mich besonders, meine nassen Sachen auszuziehen und als dann doch noch ein paar Sonnenstrahlen durch die Wolken kamen, wurde meine Laune auch schon wieder besser. Jetzt mach ich mir noch einen schönen Abend und hoffe, dass es morgen nicht mehr regnet.
Bis bald und wenigstens euch noch einen trockenen Abend

 

Carina Teckentrup
 

 

 

 

 

 

 

 

20. Tag     Sarria – Portomarin
tag20 03Wir, Franzi und Giulia, waren froh, heute erst um 7:00 Uhr „Aufgewacht, die Sonne lacht“ zu hören. Nachdem wir schön im warmen Frühstücken  konnten, haben wir uns auch über die Nachricht gefreut, dass es heute trocken bleiben soll.  Also konnte der Tag gut starten ;-) Die Strecke, die heute 22 km betrug, war sehr schön und abwechslungs-reich. Sie führte uns über viele kleine „ Hügelchen“, die wir alle locker meisterten. Ebenso  an vielen kleinen Bauerndörfern  und niedlichen  Cafés (mit guten Baguettes) vorbei.                                                                                                       

Das Beste an diesem Tag, wo uns alle erfreut zustimmten, war, dass wir die 100 km Grenze überschritten haben!   Dieses Ereignis wurde natürlich in einigen Fotos festgehalten.         
Unser heutiger Zielort war Portomarin, ein Ort der an einem Hang liegt. Das Städtchen ist sehr bekannt für den Stausee in dem die Ruinen der alte Stadt Portomarin versunken sind. Da der See nicht ganz voll war, konnte man diese gut sehen. Ebenso die kleine alte Brücke direkt neben der 20 Meter höheren, großen neue Brücke kam zum Vorschein.
Unsere heutige Albergue ist mitten im Dorf. Wir sind alle in einem großen Schlafsaal untergebracht, bis auf die männlichen Schnarcher. Die sind in einem eigenen 6-er Zimmer auch sehr gut aufgehoben. :-D
Wir freuen uns jetzt noch auf leckeres Essen und auf einen schönen Abend :- )
Ganz liebe Grüße


Franzi Rummeni, Giulia Morsbach

 

 

 

 

 

 

 


21. Tag     Portomarin – Palas de Rei
tag21 01Aus dem harten Alltag eines Pilgerstabs…
Hallo liebe Leserinnen und Leser,
gestattet mir, dass ich mich kurz vorstelle. Ich bin also ein Pilgerstab. Ursprünglich war ich ein wunderschön geschwungenes Stück Hartholz, das ein geschickter Handwerker  in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung auf der niederländischen Insel Texel kunstvoll bearbeitet hat. Anschließend wurde ich im Einrichtungslädchen zum Kauf angeboten. Soweit so gut – eigentlich schwebte mir eine ruhige Karriere als Wanderstab eines Ornithologen zwischen Meer, Dünen und Wald vor, aber alles sollte anders kommen.
Eines Tages entdeckte mich also einer dieser deutschen Touristen und kaufte mich. Er murmelte irgendetwas von „pilgern“ aber was sollte das denn sein? Zunächst war eigentlich alles „in Butter“. Ich bekam ein neues Heim in einer Ecke in Essen und hatte dort ein ziemlich entspanntes Jahr. Zu meiner Freude wohnte direkt neben mir ein Stabkollege. Etwas gerader gewachsen als ich, aber wirklich sympathisch. Irgendwie war der Kumpel aber traumatisiert. Er erzählte immer wieder Horrorgeschichten von ewig langen Fußmärschen bergauf und bergab und unserem etwas übergewichtigen Zweibeiner, der sich immer wieder auf meinem armen Kollegen abgestützt hatte. Sollte er doch erzählen – ich stand ja entspannt in meiner Ecke. Bis – ja bis vor ungefähr fünf Wochen. Plötzlich wurden der Kollege und ich aus unserem beschaulichen Dasein gerissen und unser Besitzer wog uns in seinen Händen. Immer wieder murmelte er Sätze wie „Pilgerreise“ und „Wer kommt denn mit?“. Langsam wurde mir etwas komisch…
Ernsthafte Angst bekam ich, als ich dann angepasst an die Größe meines Besitzers um 5 Zentimeter gekürzt wurde (konnte der Kerl nicht größer gewachsen sein???) und an meinem unteren Ende eine stabile Metallspitze befestigt wurde. Mein wahnsinniger Zweibeiner wollte doch nicht…doch er wollte! Eh das ich mich versah, landete ich in einem voll beladenen LKW und wurde durch Europa gekarrt. Als sich die Ladeluke öffnete, brannte die spanische Sonne über mir und mir fielen all die Erzählungen meines Kollegen ein – das konnte ja heiter werden!
Jetzt baumele ich also seit knapp drei Wochen am Handgelenk meines Zweibeiners und habe schon mehr als 400 Kilometer als Pilgerstab hinter mich gebracht. Ich kann Euch erzählen – Sonne, Regen, Staub, steile Anstiege, heftige Gefälle und immer muss ich meinen Zweibeiner stützen. Eigentlich könnte der Kerl ja mal etwas abspecken und mir das Leben erleichtern aber da ist ja noch dieser „Kochpilger“. Solange der so hervorragend brät und köchelt, wird das bei meinem Pilger nix mit Gewichtsreduzierung. Man hat’s nicht leicht als Pilgerstab…
Immerhin ist mir ein Schicksal meines Kumpels bisher erspart geblieben: mein zerstreuter Zweibeiner hat mich noch nirgendwo vergessen oder stehen gelassen- Respekt!!!
Naja abgesehen von all den Mühen hat das Pilgerstableben aber auch seine schönen Seiten! Man bekommt wirklich viel zu sehen und lernt jede Menge nette Kollegen kennen. Mit mir sind zum Glück viele andere Stäbe im Rudel unterwegs. Die haben zwar mit ihren oft jugendlichen „Treibern“ auch manche Mühe aber eigentlich geht’s uns alle ziemlich gut. Geteiltes Leid ist bekanntlich halbes Leid ;-)
Heute zum Beispiel, haben wir uns mal eine relativ entspannte Etappe über 24 Kilometer gegönnt. Abgesehen von einem längeren Anstieg war alles gut zu bewältigen. Nachdem wir unsere Menschen in den letzten Tagen oft vor dem Sturz in Pfützen bewahren mussten, konnten wir heute mal wieder einen trockenen Tag genießen. Zunächst war es zwar so nebelig, dass man teilweise die Wegweiser nicht gut erkennen konnte, aber mein Zweibeiner hat dann mit seiner kurzen Hose doch die Sonne hervorgelockt. Jetzt haben alle Pilger eine wundervolle Unterkunft gefunden und erholen sich in der Sonne. Einige junge Menschen, die anscheinend immer noch nicht genug Bewegung hatten, haben sogar gegen einheimische Jugendliche Fußball gespielt. Zum Glück spielt man das ohne Pilgerstäbe – das sah mir doch etwas zu gefährlich aus!
So, und jetzt werde ich auch mal ein wenig relaxen und mich auf die morgige Etappe vorbereiten. Wer weiß, aus welchen Situationen ich meinen Zweibeiner wieder retten muss…!
Bis dahin grüßt Euch herzlichst, Euer Pilgerstab

 

 

 

 

 

22. Tag     Palas de Rei – Arzúa
tag22 01Santiago kommt immer näher, doch trotzdem wurden wir heute  wieder um 6:30 Uhr von Schumi sehr liebevoll mit dem mittlerweile jedem bekannten Satz: „Aufgewacht die Sonne lacht“ geweckt.
Eine 29km Etappe stand vor der Tür aber die nur noch 66 verbleibenden Kilometer und die draußen, wie erwähnt, lachende Sonne munterten uns alle immerhin etwas auf. Um 8:30Uhr war mal wieder alles mit der alt bewerten Kette im Truck verstaut und die Morgenrunde abgehalten, sodass es los gehen konnte.

 

Der heutige Weg führte uns über viele kleine Dörfchen und Hügelchen, auch Bodenwellen genannt, durch Wälder und Gassen.
Nach sieben abwechslungsreichen und schönen Stunden erreichten wir endlich Arzúa und somit unsere “eigene“ Turnhalle, in der wir auf dicken, bequemen Turnmatten nächtigen dürfen. Nur noch 37km trennen uns von unser aller Ziel, SANTIAGO DE COMPOSTELA!!
Unser Sterne Koch Holger, zauberte heute eine Gyrospfanne mit Tzatsiki, Reis und Salat für die immer hungrige Pilgergruppe. Das Abendessen ist für alle noch ein zusätzlicher Grund das Tagesziel zu erreichen.
Zum Glück wieder sonnige Grüße aus Arzúa,


Jana Kranenberg ,Lukas Völlmert

 

 


 

 

 

 

 

23. Tag     Arzúa – Pedrouzo Arca
tag23 03Heute hat das Engelchen bereits zum dritten Mal auf dieser Tour den Beifahrersitz des Trucks gegen ihre Beine und den Rucksack eingetauscht, weshalb ich nun den heutigen Tagesbericht schreiben darf. Die zurückliegende Nacht in der Turnhalle war zwar angenehm, weil wir weiche Turnmatten unter uns liegen hatten, aber leider ziemlich kalt, so dass das Aufstehen trotz einer halben Stunde mehr Schlaf anstrengender als üblich war. Die meisten Stoppipilger wurden ausnahmsweise einmal nicht durch Schumis bekannten Weckruf „Aufgewacht, die Sonne lacht!“ geweckt, sondern durch einen krähenden Hahn, dessen Besitzer ihm dann aber zur Erlösung aller schnell die Stimme abgedreht hat.
Mit einem nahrhaften Frühstück und einem mit Milchschaum bedeckten Kaffee bzw. Kakao gestärkt, starteten wir gut gelaunt in die heutige Etappe nach Pedrouzo (Arca).

 

Gegen neun Uhr verließen wir das noch verschlafene Arzúa gen Westen. Bei anfänglichem Nebel ging es zunächst raus aus dem kleinen Städtchen, einen kleinen Anstieg hoch, der meinen untrainierten Beinen allerdings wie der Camino Duro vorkam. Der Ausblick von oben auf Arzúa entschädigte aber für die Strapazen.
Nach der dringend notwendigen Kaffeepause ging es dann bei wunderbarem Sonnenschein und quasi wolkenfreiem Himmel durch die wunderschöne Landschaft Galiciens. Wir kamen durch wohlduftende Eukalyptuswälder, überquerten kleine Bächen und bräunten unsere regen- und kältegeschädigte Haut.
Mit etwa 19 Kilometern Länge wurde die Strecke von den „Pilgerinen und Pilgeronen“ des Stoppenbergs mit Bravour gemeistert. Am letzten Treffpunkt wurden wir dann von der heutigen Truckbesatzung in Empfang genommen, so dass wir alle gemeinsam in den Zielort Pedrouzo (Arca) einlaufen konnten, in dem das andere Engelchen, unser lieber Trucker Micha, bereits die Unterkunft für die bevorstehende Nacht, die kommunale Herberge, gebucht hatte.
Die letzten Sonnenstrahlen des Tages genießend sitzen wir daher nun unter dem spanischen Sonnenhimmel und warten auf die Delikatessen unseres Chefkochs, der uns heute gesunden Spinat mit Nudelbeilage kredenzen wird. Dann wird es voller Vorfreude auf den morgigen Tag in die Stockbetten gehen, denn endlich geht es ins langersehnte Ziel, zum Grab des Apostels Jakobus ins schöne Santiago de Compostela!
Mit sonnigen Grüßen von allen Pilgern nach Deutschland.


Lara Goesmann alias Engelchen

 

 

 

 

 

 

 

 

24. Tag     Pedrouzo Arca – Santiago de Compostela
tag24 07Heute Morgen wurden wir um 6 Uhr mit einem fröhlichen „Aufgewacht die Sonne lacht“ geweckt.
Nach dem wir all unsere Sachen in den Truck gepackt hatten, hielten wir wie gewohnt unsere Morgenrunde. Anschließend ging es für uns auf die letzte Tagesetappe, die 22 Km umfasste, in Richtung Santiago de Compostela. Der Weg führte uns ganz am Anfang durch einen dunklen Wald, was man auch als Nachtwanderung bezeichnen konnte. Danach ging es durch kleine Dörfer und über Feldwege weiter. Unser erster Treffpunkt war an einem Stein, wo das Stadtwappen von Santiago eingemeißelt war und nebenan direkt der örtliche Flughafen lag.

Ein Flugzeug flog im Landeanflug direkt über unsere Köpfe hinweg. Unser zweiter Treffpunkt war der Hügel „Monte do Gozo“ mit dem Denkmal, das an den Papstbesuch 1999 erinnert und nur wenige Meter von unserer Herberge entfernt steht. Von dort aus konnten wir zum ersten Mal die Türme der Kathedrale von Santiago sehen. Als wir an der Herberge ankamen, mussten wir knapp 40 min darauf warten, dass sie geöffnet wurde.
Eine Stunde später gingen wir zur Kathedrale von Santiago um am Grab des Apostels unsere Pilgerreise zu beenden. Im Anschluss hatten wir dann Zeit, uns die Kathedrale anzugucken und den Weg für uns persönlich abzuschließen. Danach haben wir uns auf dem Vorplatz der Kathedrale getroffen um ein Gruppenfoto  zu schießen. Anschließend gingen wir ins Pilgerbüro und holten uns unsere Pilgerurkunde, die „Compostela“ und unseren letzten Stempel ab.
Jetzt genießen wir den Abend und freuen uns, 500 Kilometer zu Fuß hinter uns gebracht zu haben. Morgen gehen wir gemeinsam in die Kathedrale zur Pilgermesse und fahren mit dem Bus in Richtung Atlantik.


Justin Stratmann  

 

 

 

 

 

 

25. Tag     Santiago de Compostela – Sardiñeiro
tag25 06Bevor es einen abschließenden Bericht zum Schulprojekt 2012 gibt, hier noch einmal einen Tagesbericht.
Nach dem relativ entspannten Aufstehen, heute erst um 7.30 Uhr, mussten unsere Stoppipilger noch eine letzte Aufgabe meistern. Zum zweiten Mal galt es vier Kilometer von der Herberge bis zur Kathedrale zurückzulegen.
Um 12.00 Uhr besuchten wir alle gemeinsam die Pilgermesse und danach sollte es mit dem Bus zum Atlantik gehen. Wie auch bei den beiden vergangenen Reisen, sollte dort auf dem Spielplatz der Gemeinde Finisterre gezeltet werden. Bereits seit Freitag hatten wir versucht, mit den Verantwortlichen Kontakt aufzunehmen. Immer wieder wurden wir auf „später“ vertröstet oder an einen anderen Verantwortlichen verwiesen…
Obwohl wir bis zum Morgen keine Rückmeldung hatten, entschieden wir trotzdem den Weg zum Meer anzutreten. Unterwegs ereilte uns dann der ersehnte Rückruf – das Zelten war in diesem Jahr nicht möglich…! Kurzfristig arbeiteten die Gehirnzellen der verantwortlichen Teamer auf höchstem Niveau.
Zum Glück hatte dem Bürgermeister der Gemeinde aber wohl doch das schlechte Gewissen wegen der nicht erfolgten Rückrufe zugesetzt und er versprach, uns eine andere Unterkunft zu organisieren.
Pünktlich zur Ankunft am Atlantik – bei absolut perfektem Wetter  - bekamen wir dann die Nachricht, dass uns ein kleines Häuschen in Sardiñeiro, nebst einem eigenen Sportplatz für die nächsten Tage beherbergen sollte. Das Pilgerglück war uns wieder hold!
Zwar mussten alle noch einmal einen sechs Kilometer langen Fußweg zurücklegen aber nach mehr als 500 Kilometern zu Fuß war das nun wirklich ein Klacks!!!
Als Lohn der Mühe gönnten sich fast alle Pilger nach dem Entladen des LKW und dem Beziehen des Quartiers ein verdientes Bad im Atlantik!
… und morgen wird zum ersten Mal während der Reise ausgeschlafen!!!


Markus Schumacher

 

 

 

 

 

 

 

 

 

26. Tag     Sardiñeiro
tag26 01„Was? Du machst das schon zum zweiten Mal? Und das freiwillig?“ Ganz ehrlich, an manchen Punkten des Weges habe ich tatsächlich an meinem Geisteszustand gezweifelt, warum ich meinen Jahresurlaub nicht unter einer Palme mit Schirmchencocktail in der Hand verbringe. Irgendwie hatte ich verdrängt wie anstrengend und kräfteraubend das ganze Projekt tatsächlich ist. Den ganzen Tag gibt es irgendwas zu tun, zu organisieren, aufzuräumen, dumme Sprüche oder Halsschmerztabletten zu verteilen, neue Gute-Laune-Lieder zu verbreiten, Tränchen zu trocknen, Händchen in der „Schwarzwaldklinik“ zu halten… Und dann hat mich noch irgendein fieser Krankheitserreger zwei Tage außer Gefecht gesetzt. Krank sein auf dem Camino macht wirklich keinen Spaß.
Am Ende wurde alles gut, spätestens in der Kathedrale von Santiago in die feuchten glitzernden Augen der Teilnehmer zu gucken, voll mit Freude, dass sie es bis hier geschafft haben und Trauer, dass nun alles vorbei sein soll: Ja - ich habe es gerne gemacht und ich würde es wieder tun!
Ich bin stolz und dankbar, am Schulpilgerprojekt 2012 mitgewirkt zu haben. Stolz auf die Jugendlichen, die unglaublich ausdauernd und mit insgesamt wenig Genörgel alle Widrigkeiten des Caminos ertragen haben. Dankbar, dass wir alle ohne größere Schäden und Verletzungen unser Ziel erreicht haben. Dankbar für die spanische Gastfreundschaft und all die guten Worte und Wünsche unserer Mitpilger, die fast ausnahmslos voller Staunen und Achtung unser Projekt wertgeschätzt haben. Es gab sogar schon Bewerbungen, ein nochmaliges Camino-Projekt begleiten zu wollen.
Liebe Eltern, ihr habt wirklich tolle Kinder! Es hat mir viel Spaß gemacht sie zu begleiten und kennenzulernen. Wir haben bereits festgestellt, dass wir bei allem Gemeckere „unterm Strich“ dieses Jahr auf wirklich hohem Niveau jammern.
Liebe Stoppi-Pilger! Vielen Dank für euer Engagement und eure Bereitschaft 500 Kilometer zu Fuß zurückzulegen. Danke für die vielen netten Gespräche, ich bin sehr gespannt wie euer weiterer Lebensweg aussieht und hoffe, dass der ein oder andere Lust hat, „in Kontakt“ zu bleiben.
Ich möchte mich ganz besonders bei meinen fünf Mitstreitern, meiner „Camino-Familie“ bedanken, ohne die dieses Projekt nicht das wäre was es ist: 36 Jugendlichen eine unvergessliche Lebenserfahrung zu ermöglichen, von der sie hoffentlich noch lange zehren können und daran persönlich gewachsen sind. Ein solches Engagement ist nicht selbstverständlich! Ohne euch wäre der Camino nicht DER Camino!!! Mit euch bis ans Ende der Welt und wieder zurück!
Buen Camino - Anne Leitzen

 

tag26 02  … da schaukelste über die Piste und reibst dir das Profil vom Pneu und schaffst die Klamotten mit einem irrsinnigen Gewicht von Ort zu Ort und denkst dir, sind die Straßen, Einfahrten, Durchfahrten überhaupt für dein Gefährt und dich geeignet  - klar - es gibt nichts, wo wir nicht durch passen!
Alles klappt, du schaukelst die Kiste weiter und schraubst dir dann die letzten Kilometer mit der Aussicht auf die Halbinsel Fisterra auf den Tacho und singst dabei „1000 km bis zum Meer“ – geschafft mit einer tollen Gruppe und jeder Menge Gepäck und Themenkartons  - es war schön, dabei gewesen zu sein.
on the Road again – Michael Lucks

 

…genau – “nur noch 1000 km bis zum Meer”… das war unser Ziel und wir haben es erreicht. Voller Stolz haben wir es bis ans Meer geschafft, nach über 500 km zu Fuß durch die spanische Pampa bzw. in meinem Fall eher 1000 km durch Spanien, von Burgos bis Santiago – eben „1000 km bis zum Meer.“
So sitzen wir nun hier im idyllischen Sardiñeiro, kurz vor Fisterra, an der galicischen Atlantikküste. Ende Oktober im Atlantik zu baden, in der Gewissheit, es sich nach all den Strapazen verdient zu haben – das ist einfach ein unglaubliches Erlebnis.
Viel unglaublicher ist es aber eigentlich, WIE wir hier hin, ans „Ende der Welt“ gekommen sind: Auf dem Truck – und manchmal auch auf dem Camino – bin ich mit meinem Lieblingstrucker Micha (alias Engelchen) über die spanischen Straßen, Feldwege und manchmal auch über irgendwas, wofür es keinen Namen gibt, weil es auf der Landkarte nicht existiert, gedüst. Mit Micha und meinen anderen Teamkameraden Anne, Holger, Arturo und Schumi habe ich eine tolle Zeit verbracht, in der wir sehen durften, wie die Jugendlichen über sich hinausgewachsen sind, Freud und Leid miteinander geteilt haben, sich gegenseitig die Tränen der Erschöpfung und der Freude getrocknet haben, sich gegenseitig ermutigt und angefeuert haben und eine Gemeinschaft geworden sind: die Stoppi-Pilger 2012!
Liebe Jungs und Mädels vom Stoppi, ihr seid super!!! Was ihr in euren jungen Jahren geschafft habt, ist eine tolle Leistung, von der ihr noch euren Enkelkindern erzählen könnt: „damals, auf dem Camino…ach ja, war das schön…“
Liebe Eltern, Sie haben wirklich alle durch die Bank ganz wunderbare Kinder, die von den Spaniern und den Mitpilgern in höchsten Tönen gelobt wurden. Danke, dass Sie uns Ihr Vertrauen entgegengebracht haben, vier Wochen auf die jungen Pilger aufpassen zu dürfen. Es hat sich gelohnt: ein jeder unserer Stoppi-Pilger ist nun ein ganzes Stück gewachsen und wird sich hoffentlich noch lange an diese wunderbare Zeit hier in Spanien zurückerinnern und die Früchte dieser Erfahrung nutzen.
Danke auch an die Hospitaleros für ihr Vertrauen in unsere muntere Truppe und an die ganzen Spanier, die uns in diesem Jahr eine unglaubliche Gastfreundschaft entgegengebracht haben. ¡Muchas gracias!
Danke auch besonders an mein Engelchen, denn nur zusammen können wir fliegen! Danke auch an die anderen Teammitglieder, für die Gemeinschaft und für die Geduld mit mir, ihr seid alle klasse!
Buen Camino und hasta luego, Lara (alias Engelchen)

 

tag26 03..was dann noch zu sagen wäre…
Eigentlich ist doch schon fast alles erwähnt und viele Dinge in der ultimativen Lobhudelei bleiben mir nicht mehr. Es ist geschafft. Die dritte Auflage unseres Schulprojekts „Auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela“ neigt sich dem Ende zu. Noch zwei Tage am Atlantik und dann heißt es, die Heimreise anzutreten. Mit Bus und Flugzeug für die Meisten, mit dem LKW und läppischen 2000 Kilometern vor uns für Micha und mich.
Zum dritten Mal auf dem Camino, wieder mit ganz anderen Menschen, wieder mit ganz neuen Herausforderungen, die zu meistern waren. Alles ist gut verlaufen und selbst ein aufgebohrter Dieseltank oder die drohende „Obdachlosigkeit“ am Ende der Reise konnte uns nicht stoppen. Für das Glück, diese Überraschungen zu meistern und all die Kleinigkeiten die zum Erfolg des Projektes beigetragen haben, bin ich unendlich dankbar! Bis auf einen Regentag haben wir immer trockenen Fußes unsere Ziele erreicht –das war am Anfang fast unvorstellbar, ist aber wahr geworden!!!
Mein Dank gilt an erster Stelle den 36 Schülerinnen und Schülern die sich auf dieses Projekt eingelassen haben. Ihr ward eine tolle Truppe und es war wirklich schön, mit Euch unterwegs zu sein!
Natürlich darf aber auch der Dank an all die nicht fehlen, die dieses Projekt ermöglicht haben. Ohne Ihre und Eure, finanzielle oder wie auch immer geartete Unterstützung, wären wir nicht hier und hätten 36 Schülerinnen und Schülern das Erlebnis „Camino de Santiago“ nicht ermöglichen können!
Zum nach wie vor weltbesten Begleiterteam ist eigentlich nichts mehr zu sagen. Gemeinsam waren wir wieder unschlagbar und es hat einfach wieder viel Freude gemacht, mit diesen Menschen das Projekt zu verantworten!
Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle aber auch einmal bei den Familien dieses Begleiterteams, die uns für vier Wochen entbehren mussten und sich nun zu Recht auf unsere Rückkehr freuen. Auch Ihr habt einen großen Teil zum Gelingen der Pilgerreise beigetragen!
Es hat mir Riesenfreude bereitet, zu diesem Haufen von 42 Individualisten auf dem Camino zu gehören und vor allem bei den Schülerinnen und Schülern an jedem Tag neue positive Seiten und Entwicklungen miterleben zu dürfen. Allein dieser Fakt und das Erleben der glücklichen, stolzen Gesichter, die Anne schon beschrieben hat, rechtfertigen ein Jahr Vorbereitung und alle Mühen, die in dieses Projekt investiert wurden. Und wer uns nach wie vor für etwas „bekloppt“ hält, ein solches Projekt ins Leben zu rufen sei gesagt: „Wir sind gerne bekloppt!“
All jenen, die den Camino schon einmal betreten haben, jetzt gerade unterwegs sind oder ihn irgendwann einmal gehen werden, kann ich nur zurufen: „Buen Camino – es lohnt sich, diesen manchmal schweren Weg zu gehen!“
Beste Grüße vom „Orgachef“, Ihr und Euer Schumi
…und nun der Bericht des besten „Roadcooks ever“:
tag26 04El Cocinero- Hell´s kichen- master of ceremony und Hüter des infernalen Herdfeuers mit einigen Schlussgedanken aus der Outdoor-Trüffelbutze.
Spätestens wenn das ein oder auch das andere Stückchen Speck gesotten, die Feinunze Bratwurst (zu € 2.69 /kg) bis zur Letalität erhitzt- der Duft zäh- viskos den Pfannenrand überwand und sich wabernd durch das Dorf in die Riechkolben hispanischer Ureinwohner bohrte wussten alle: Sie sind wieder da! Bäckereien wurden leer gekauft: Zwei heißt nicht zwei Brote sondern zwei Regale voll Brote! Gallonen voll Wasser wurden rangeschafft- genug um so manchen Pool zu füllen- und so mancher Kleinbauernhof leer gegessen. Aber zum Glück gibt´s ja immer im Umkreis von einer Handvoll Kilometer einen gescheiten Supermarkt, so dass ich nicht mehr in den kleinen Tiendas stehen und überlegen musste, wie ich nun ein biblisches Wunder wiederhole und aus fünf Eiern und zwei Dosen Tomaten 50 Leute satt bekomme. Die Frage war dann doch eher: Was da in den Regalen liegt….will ich wirklich wissen was es war als es noch lebte? Obwohl…wenn man es frittiert…an Kartoffelpü mit „Sauce Rotznäs“…Im Ernst hier gibt es unfassbares Zeug was im Stande ist, so mancher teutonischen fleischfressenden Pflanze das Fürchten zu lehren.
Also habe ich mich alle drei Tage furchtlos dem spanischen Sortiment gestellt und tapfer aber entschlossen eine Auswahl getroffen um die Teenies „am Laufen“ zu halten, wenn sie durch die Meseta schroten! Die „Mahlzeitenverzehrer“ haben die Situation auch voll geblickt und den Koch immer artig gelobt, so dass er sich zu immer neuen kulinarischen Höhenflügen hingerissen sah. Der Camino ist hart und entbehrungsreich: „Zartes Schweinegeschnetzeltes an einer Kirsch- Pfeffersauce“,  „Indisches Curry in Apfelsaft gegart“, „Schweinebraten in einer Jus aus Rotwein (wohl texturiert mit Anklängen von Waldboden) an Spätzlen“, „Gnocchi an frischem Spinat mit Käsesahne“- um nur eine kleine Auswahl zu nennen. Zudem wurde alles noch angemessen in ausgewählter location zubereitet: Hinter Waschmaschinen im Innenhof, vor der Kirche (in der Hoffnung, dass der Beerdigungszugzug heute später kommt), in Sporthallen und Innenhöfen wo man versucht alles was lebt und keimt mit einer Flasche Sargrotan in Schach zu halten.
Aber es hat funktioniert. Ca.1500 Essen sind gekocht und wir haben viele Pilger um uns herum zum Essen eingeladen und so manche Caminofreundschaft geknüpft. Unsrer neuen Freunde waren in der Regel wirklich dankbar und meinten, dass sie auf dem ganzen Camino nirgends so gut gegessen hätten wie bei uns.
Ok - vielleicht geht ja ein Stern des „Campo Stellae“ an meine Küche.
Ich bin dankbar für den unglaublich hilfsbereiten Einsatz der Jugendlichen beim Kochen. Es waren immer so viele, dass ich gar keine einzelnen nennen kann und sie hatten wirklich Spaß dabei, nach der ganzen Latscherei noch direkt zwei Stunden Küchendienst zu machen- alle Achtung!
Dankbar bin ich auch Michael, der mit dem LKW und mir den Einkauf erledigt hat und dem meine „Themenkisten“ aus Pappe schon ein großes Stück Geduld abverlangten.
Um es zum Schluss klar zu sagen: Alle Jugendlichen waren wirklich großartig und ich bin sehr stolz auf ihre Leistung.
Jetzt sitzen wir hier in Sardiñeiro  und Rosalia, eine Frau aus den Häusern gegenüber, hat ein paar Empanadas zum probieren vorbeigebracht. Ich schätze mal, ich werde ihr unsere übrig geblieben Dosen und Packungen schenken…

 

tag26 05Laugh and peas….Holger Sieg

 

Und zum Schluss: Das permanente Schlusslicht bzw. der Ausputzer:
Jeder tut was er kann – und ich kann nicht schnell gehen. Also mache ich das, was ich am besten kann: Langsam gehen und warten.  Einer muss es ja machen – und ich mache es ja gerne: Bei den langsamen, müden und verletzten Pilgern aushalten.
Und das Interessante ist: es sind ja auch nicht immer die gleichen, die hinten laufen: Mal sind es die einen, mal die anderen, die Blasen, Fuß-, Knie oder Sehnenprobleme haben. Und wenn es mal gar nicht geht und die Kranken und Leidenden mit dem Bus fahren – dann hat man auch als Schlusslicht mal ein paar Minuten Camino alone – bis an der nächsten Kurve dann doch wieder ein paar der Jugendlichen eine größere Pause eingelegt haben, denen man dann wie ein Schreckgespenst  erscheint: „Der Arthur – verdammt, wir sind die letzten!“ – und schwupp – sind sie wieder weg und der Camino gehört wieder mir alleine.
Schön ist auch, wenn man sieht, wie manche an ihre Grenzen gehen: „Nein, ich will nicht geshuttlet werden -  ich schaffe das!“ .Und wenn sie es am Ende der Etappe dann tatsächlich geschafft haben – zum Teil unter Schmerzen und ihre eigenen Grenzen überschritten haben – dann fließen bei ihnen schon mal Tränen der Rührung (und ich bin total stolz auf sie). Oder, wenn sie es ersucht haben und dann doch an einer Stelle nicht mehr weiter können und der Truck gerufen werden muss – dann haben sie auch eine Grenzerfahrung gemacht – manchmal geht es wirklich nicht mehr aus eigener Kraft und ich muss mir helfen lassen. Und auch das muss man aushalten und mittragen.  
Hier schließe ich mich inhaltlich meinen Mit-Teamern an: Liebe Pilger, ihr seid schon große Klasse und habt echt cojones! Und liebe Eltern: Sie haben tolle Kinder!
tag26 06Ach ja, fast hätte ich es vergessen: Die Erfahrungen auf dem Camino, die über das „Kilometerfressen“ hinausgehen, brauchen auch einen Ort, wo sie gedeutet und gefeiert werden. Und so haben wir samstagabends Gottesdienste gefeiert: Mit einem Lichtermeer aus Kerzen zwischen den Schlafmatten in der alten Schule, im Mittelkreis der Sporthalle, oder unter einer Pergola (weil der Gärtner Feierabend machen und uns deshalb nicht in die Kapelle lassen wollte)  - beten, singen und unser Leben und unsere Erfahrungen vor Gott tragen. „Kirche“ an ungewöhnlichen  Orten  und mit Fragen verbunden, die wirklich etwas mit unserer Situation zu tun haben – ich glaube schon, dass da vieles rübergekommen ist. Und so konnte (und kann ich) ich die Frage eines englischen Mitpilgers („ist es für die Jugendlichen eine religiöse Veranstaltung?“) auf jeden Fall mit einem deutlichen JA beantworten.
Arthur Knickmann-Kursch, Wanderprediger auf Zeit und Schulseelsorger im normalen Leben.

 



Aktuelle Jahresplanübersicht

termin kl

Handwerk aktuell

Neue Ehemaligendatenbank online

Infos zur Anmeldung neuer SchülerInnen

123RF Stock Foto

Sie wollen Ihr Kind bei uns anmelden oder einfach nur etwas über unsere Arbeit erfahren?

Hier geht es zu
weiteren Infos!

Hoffnung für Haiti

Infos und mehr

Fotos vom Lehrerkollegium
°

Wir suchen weiterhin engagierte LehrerInnen, die sich eine Arbeit an unserer Schule vorstellen können.
°
logo_wolfburg
Kooperationspartner
HeuteHeute2066
GesternGestern3129
Diese WocheDiese Woche11332
Dieser MonatDieser Monat41713
InsgesamtInsgesamt4157118
Größter Besuch 13.05.2018 : 5470
Besucher zur Zeit 38