Sport am Stoppenberg

 

 

„Die schlechte Nachricht: die Zeit fliegt.

Die gute Nachricht: du bist der Pilot.“ (unbekannt)

 

Direkt zum Konzept und weiteren Links!

 

Liebe Eltern, liebe SchülerInnen,

als letztes Gremium hat die Schulkonferenz am 25. September 2008 die Einführung eines neuen Stundenrasters ab dem Schuljahr 2009/2010 beschlossen. Unsere Schulstunden sind seitdem nicht mehr 45 Minuten sondern 65 Minuten lang.

Nun im Sommer 2010 haben wir eine erste Evaluation unserer Erfahrungen mit dem Modell abgeschlossen.

Hier finden Sie alle wichtigen Infos zu unserer Befragung und deren Auswertung!

 

Wen es interessiert, wie es zu unserer Entscheidung kam und welche Argumente für das neue Konzept sprechen, der kann hier bequem weiter lesen, denn die folgenden Informationen sollen dazu dienen, Ihnen/euch unsere Idee und das Konzept näher zu bringen.

Vielleicht haben Sie/habt ihr ja Lust, euch erst einmal eine kleine Filmcollage anzuschauen, in der deutlich wird, dass es uns wirklich um mehr als 20 Minuten geht! Wir wollen den Unterricht nachhaltig verbessern.

Film ab!

 

 

 

Sicher fragen Sie sich/fragt ihr euch, wie man denn auf so so etwas Ungewöhnliches wie die Idee, die Schulstunden zu verlängern und damit für die SchülerInnen etwas gewinnen zu wollen, kommt.

Das liegt doch beinahe auf der Hand.

Denn wir, die Lehrer, sollen in kürzerer Zeit den gleichen Stoff wie bisher vermitteln(G8), sollen zentrale Abschlussprüfungen, Lernstandserhebungen und das Zentralabitur vorbereiten, das alles darf nichts kosten und ist organisatorisch wie inhaltlich nur mit der heißen Nadel gestrickt.

Im Ergebnis steigt der Stress für alle Beteiligten...

Und berechtigter Weise klagen nun Schüler wie Eltern, Lehrer klagen ja bekanntlich immer ;-), über den wachsenden Stress und die wenige Zeit
Die Hektik nimmt zu, das empfundene Tempo überschreitet das erträgliche Mass, pädagogisch argumentiert wird dabei immer weniger.

Was also tun?
Weiter machen wie bisher, nur angetrieben von schnellerem Trommeln... weiter immer nur im "Hamsterrad" drehen und das Schicksal beklagen oder mal aktiv und kreativ die Möglichkeiten nutzen?

Die moderne Lernpsychologie und die Lernforschung sprechen eine eindeutige Sprache, geben eine verbindliche Antwort.
Glaubt man ihnen, dann ist die deutsche Schule vom Ansatz her dringend reformbedürftig. Sie kranke, so heisst es, an schlechter Didaktik und Methodenlehre und leide unter dem Korsett kurzer und wenig effektiver Lerneinheiten. Sie benötige dringend durchgreifende Reformen.

Kann denn in diesem Zusammenhang eine Umstellung des Stundenrasters eine Reform sein?

Wir meinen ja und das versprechen wir uns von ihr:

  • Im Unterricht soll die Schüleraktivität erhöht werden.

  • Der Unterricht soll Problem orientiert sein; die SchülerInnen sollen lernen, selbst Probleme zu erkennen und eigene Lösungsvorschläge zu entwickeln.

  • Sie sollen lernen über den Lernweg nachzudenken und daraus Schlussfolgerungen für ihr weiteres Lernen ziehen (Was kann ich jetzt und wie bin ich dahin gekommen? Wie möchte ich lernen und wie muss ich vorgehen?).

  • Das Wissen soll nicht vorgesetzt werden, sondern die SchülerInnen sollen es sich selbst aneignen. Der Lehrer ist dann Lernbegleiter und -unterstützer.

  • Wir möchten mehr Zeit für die Vertiefung des Unterrichtsstoffes gewinnen.

  • Wir möchten den Ganztag deutlicher klarer gestalten
    (z.B.: weniger Fächer an einem Tag, mehr Rhythmisierung der verschiedenen Anforderungsbereiche Kopf, Herz und Hand).

  • Wir möchten mehr Ruhe in das Tagesraster bringen und die Hetze zwischen den Stunden verringern.

    • Die Zahl der Wechselpausen reduziert sich (bei uns 2 statt bisher 4 Wechselpausen)
    • Im Ganztag lässt sich die Zahl der Pausen reduzieren (bei uns würde eine 20minütige Pause entfallen).
    • Ein Schultag hat weniger Ereignisse (im Extremfall 5 statt 9 Unterrichtseinheiten), so das sich Schüler(innen) auf weniger Fächer und Lehrer(innen) Lehrer auf weniger Lerngruppen einstellen und vorbereiten müssen.
    • Es lässt sich im besten Fall(SI bis Klasse 6/7) an einzelnen Tagen auch ein früherer Schulschluß realisieren (bei uns 15.10 Uhr statt 16.00Uhr).

Die Unterrichtsstunden können durch den Wegfall der häufig zu kurzen Einzelstunden effektiver genutzt werden (Versuchsaufbauten, Computernutzung, …).

Durch die 65-Minutenstunden ist eine gleichmäßige Rhythmisierung im Ganztag sowie eine Verbesserung des Lernprozesses möglich:

  • Es bleibt Zeit, bei einem Lerngegenstand zu verweilen.
  • Der Lernprozess wird kompakter und „gehirngerechter“.
  • Es steht mehr Zeit für methodische Vielfalt (Jigsaw, Stationenlernen, Schülerexperimente, Aufsuchen von anderen Lernorten u.v.m.) zur Verfügung.
  • Es entsteht Zeit für individualisiertes Lernen.

In der Summe (insbesondere bei den dreistündig unterrichteten Fächern) gewinnen wir durch das neue Raster Zeit, die für freiwillige Lernangebote genutzt werden kann: Vorbereitung für Wettbewerbe, Sprachkurse, Nutzung des Selbstlernzentrum und anderer Lernorte, DELF, Mercator, Drehtürmodell, Medienerziehung, Berufswahlvorbereitung, Lese- und Schreibwerkstätten, naturwissenschaftliche Forschungsprojekte, Musik- und Kunstprojekte usw.)
Erklärung:
• Ein dreistündiges Fach benötigte bisher 90min+45min = 135min.
• Diesem Fach werden nun zwei 65-Minuten-Einheiten zugewiesen = 130min.
• Der Gewinn beträgt also 5-Minuten pro 3-stündigem Fach und Woche.

Vorteile durch eine gemeinsame Mittagspause

Mit dem neuen Stundenraster würden wir die vormals nach Schichten geteilte Mittagspause in der 5.Stunde zu einer gemeinsamen Mittagspause zusammenzufassen. Hieraus ergibt sich eine Vielzahl von Vorteilen:

  • Alle SchülerInnen und viele Kolleg(inn)en haben wirklich eine gemeinsame Mittagspause (Kommunikation, Beratung und Entspannung).
  • Die Kontakte in der Schule lassen sich verbessern.
  • Die Zahl der Aufsichten reduziert sich.
  • Fachräume und Sporthallen stehen für Angebote zur Verfügung.
  • Das Spektrum an offenen Angeboten kann deutlich verbessert werden.
  • Die älteren Schüler(innen) können sich um jüngere kümmern (Paten, Streitschlichter, Hilfe in einzelnen Schulfächern…).

Und wie sieht dann die Unterrichtsverteilung aus? Haben die Schüler mehr oder weniger Unterricht?

Nein - die bisherigen Stunden werden einfach auf die 65 Minutenrhythmen verteilt, das führt zu Verschiebungen einzelner Fächer in Jahrgangstufen, in denen sie bisher nicht vertreten waren und größerer Kontinuität, aber kein Schüler und kein Lehrer hat mehr oder weniger Unterricht als bisher. Inhalte bleiben unverändert, aber die Methoden wandeln sich.

Hier ein Stundenraster im 45 Minuten Takt

Kl. 5

Kl. 6

Kl. 7

Kl. 8

Kl. 9

G_Ist

G_Bereich

G_Soll

Deutsch

4

4

4

4

3

19

19

19

Geschichte

 

2

 

2

2

6

 

 

Erdkunde

2

 

2

 

2

6

18

18

Politik

2

 

 

2

2

6

 

 

Mathematik

4

4

4

4

3

19

19

19

Biologie

2

2

1

 

2

7

 

 

Chemie

 

 

2

2

2

6

20

20

Physik

 

2

1

2

2

7

 

 

Englisch

4

4

4

3

3

18

18

18

Franz./Latein

 

4

4

3

3

14

14

14

Kunst/Musik

4

4

2

2

2

14

14

14

Religionslehre

2

2

2

2

2

10

10

10

Sport

3

3

3

3

3

15

15

15

WP-UR

 

 

 

3

3

6

6

6

Ergänzungsst.

6

5

4

4

4

23

10-12

10-12

Kernstunden

27

31

29

32

34

153

153

153

Handwerk

 

 

3

2

2

 

 

 

Ges_stunden

33

36

35

38

40

182

 

163

und im 65 Minuten Takt.

Kl. 5

Kl. 6

Kl. 7

Kl. 8

Kl. 9

G_Ist

G_Bereich

G_Soll

Deutsch

3

3

3

3

2

14

14

13

Geschichte

1

1

1

1

4

Erdkunde

1

1

1

1

4

12

12,5

Politik

1

1

1

1

4

Mathematik

3

3

3

3

3

15

15

15

Biologie

1

1

1

1

1

5

Chemie

1

1

1

1

4

14

14

Physik

1

1

1

1

1

5

Englisch

3

2

3

2

2

13

13

12,5

Franz./Latein

3

3

2

2

10

10

10

Kunst/Musik

2

2

2

2

2

10

10

10

Religionslehre

1

1

1

2

2

7

7

7

Sport

2

2

2

2

2

10

10

10

WP-UR

2

2

4

4

4

Ergänzungsst.

3

4

2

2

2

13

7-8

7-8

Kernstunden

18

21

23

24

23

109

109

106

Handwerk

2

2

2

6

Ges_stunden

21

25

27

28

27

128

114

Es ließe sich noch vieles anfügen, fürs Erste mag das aber reichen, denn wir wollen Ihnen und euch ja Gelegenheit geben, Fragen zu stellen oder uns mitzuteilen, wie Sie/ihr die Idee finden/findet, dazu können Sie/könnt Ihr das extra eingereichte Kommentarbuch nutzen. Also, wir sind gespannt, auf Ihre/eure Beiträge und hoffen, dass wir so miteinander ins Gespräch kommen.

Irmgard Planert / Thomas Bungarten für das Planungsteam "Neue Zeiten am Stoppenberg?!"

Hier geht es zum Kommentarbuch!

 

Hier noch ein paar Links zu Quellen im Internet (wird weiter ergänzt)

Unser 65-Minuten-Konzept zur Vorlage bei der Abstimmung zur Einführung
Langfassung - Kurzfassung

Forum Schule "Ende des Dreivierteltakts?"

NEU! - Die unseligen 45 Minuten FAZ vom 7.12.2008

Neue Zeiten am Stoppenberg!? - Powerpoint-Präsentation vom Elternabend am 28.4.2008

Wie eine Viertelstunde wirkt - Gesamtschule Borbeck WAZ 23.05.08

Neu denken - WAZ 20.02. 08

Interessante Artikel aus dem WAZ- Archiv zum Thema

Amtsblatt NRW 12/07 - Gymnasium Voerde unterrichtet im anderen Stundenraster

http://www.weiterbildung-fuer-schulen.de/projekte/60minuten/index.html -
Eine Seite mit Infos zur Stundenrasteränderung (hier 60 Minuten)

Konzept des Augustianum Gymnasium in Greven mit sehr guter Powerpointpräsentation zum Thema
und einer interessanten Zwischenbilanz

Unsere Physiker scheinen skeptisch - anders sehen das die Wissenschaftler der Uni Essen/Duisburg

Chancen für ein neues Schulleben - Julius-Stursberg-Gymnasium, Neukirchen-Vluyn

Lernen benötigt Zeit - Interessanter Artikel von der Janusz-Korczak Schule in Gütersloh
veröffentlicht in "Schulverwaltung NRW", März 07

 

Powerpointpräsentation mit Evaluationsdaten aus Gütersloh

WDR Radio - Schulportal Ratgeber - Lernen braucht Zeit

Und noch mal der WDR,
aktuell und etwas über das reine Stundenraster hinaus geblickt, Schule braucht Frei-Räume

Experten fordern längere Unterrichtsstunden
mit Blick auf die Arbeitsbelastung von Lehrern und Schülern - ebenfalls WDR

Projektgruppe(QuAGiS) der Landesregierung macht Vorschläge zur Veränderung des Stundenrasters
aus Sicht eines zukunftsfähigen Arbeitszeitmodells für LehrerInnen

Fritz-Steinhoff Schule Hagen hat vor drei Jahren umgestellt - ein Erfahrungsbericht

Johannes Keppler Gymnasium Ibbenbüren - Presseecho

Evangelisches Gymnasium Siegen - 60 Minuten seit 2006

Gesamtschule Wuppertal Barmen - Presseecho

Und wie gewünscht, ein paar Links zur Lernpsychologie und Lernforschung!

Lernen nach dem Biorhythmus - Prof. Hurrelmann

ABC der Ganztagsschule -Rhythmisierung

Prof. Dr. Jörg Ramseger FU Berlin Ganztagschulforschung - Neues Lernen (Schaubild)

Zeit, der vierte Pädagoge eine interessante Powerpointpräsentation

{rt}

 

 

 

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