Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott Dich fest in seiner Hand!
Wenn ein komplettes Lehrerkollegium als Chor auftritt und seinem Schulleiter singt: „... Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott Dich fest in seiner Hand ...“, dann muss ein ganz besonderer Anlass für einen ganz besonderen Menschen gegeben sein.
So war es am vergangenen Freitag in unserer Hauptschule am Stoppenberg, denn das Kollegium verabschiedete sich von von Reiner Düchting, der über 20 Jahre die Schule geleitet, entwickelt und zu dem gemacht hat, was sie heute ist, zu der bekanntesten Hauptschule in Essen und darüber hinaus. Immer wieder war die Hauptschule am Stoppenberg der Schulentwicklung ein Stück voraus, immer wieder konnten sich andere Schulen etwas abschauen, Rat holen, von den Erfahrungen am Stoppenberg profitieren.
Dies gilt für die Bereiche der Berufsvorbereitungsmaßnahmen, für die Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt, für den Aufbau eines Unterstützernetzwerkes mit wichtigen Persönlichkeiten aus der Wirtschaft, für die Integration von Schülerinnen und Schülern mit besonderem Förderbedarf und, und, und ... Der Motor all dieser innovativen Schritte war Reiner Düchting, unterstützt von einem Kollegium, welches sich immer wieder begeistern ließ für neue Wege, neue Entwicklungen, unterstützt aber auch immer von sehr engagierten Eltern.
Und so ist es kein Wunder, dass die Hauptschule am Stoppenberg Preise gewonnen hat und Reiner Düchting ein gefragter Gesprächspartner in verrschiedensten Gremien war und ist.
Eine für mich persönlich immer wieder beeindruckende Erfahrung in den zweieinhalb Jahren, die ich mit Reiner Düchting zusammenarbeiten durfte, ist seine ungeheuer ausgeprägte Personenkenntnis. Er kennt sie alle: Schülerinnen und Schüler, Eltern und alle Menschen aus dem direkten und indirekten Umfeld der Schule. Er kennt sie nicht nur, er interessiert sich auch für sie, er kennt die Hintergründe und Geschichten, weiß um die Probleme und Schicksale.
Es ist dieses Interesse am Menschen, welches den Geist der Hauptschule im Schulzentrum ausmacht. Jeder ist wichtig, für jeden wird etwas versucht, ausprobiert, eingestielt. Reiner Düchting ist ein Gesprächspartner, bei dem man mit gutem Rat rechnen darf, bei dem man Lösungen angeboten bekommt, er gehört zu denen, die nicht so leicht aufgeben, sondern immer noch für Auswege gut sind.
In seiner Ansprache vor den Gästen nach all den Dankesworten an ihn und guten Wünschen für ihn, machte er deutlich, worin er seine Aufgabe hier im Schulzentrum immer gesehen hat: Wir müssen als Schule anders sein, andere Wege gehen und andere Möglichkeiten entwickeln, als es die Schulen um uns herum tuen und können. Dies ist seiner Überzeugung nach die Berechtigung für die Existenz von Schulen in freier Trägerschaft.
Ich glaube, er hat uns mit diesen wenigen Sätzen vor Augen geführt, worauf es am Stoppenberg auch in Zukunft ankommen wird. Unser Auftrag hier im Schulzentrum ist und bleibt: Gemeinsam neue Wege suchen und gehen, um unseren Schülerinnen und Schülern Chancen zu bieten, ihre Talente zu entfalten, ihre persönlichen Fähigkeiten zu entwickeln. Schule darf und muss hier spürbar anders sein. Dies ist mir klar geworden bei der Verabschiedung von Reiner Düchting, der uns hoffentlich als Berater und Gesprächspartner noch lange zur Verfügung stehen wird.
Im Namen der Schulgemeinde des Gymnasiums am Stoppenberg wünsche ich ihm und seiner Frau eine erfüllte, fröhliche, positive Zeit miteinander, tolle Reisen, schöne Ausflüge und Freude im Kreise der Familie. Vor allen Dingen jedoch wünsche ich Gesundheit und Gottes Segen!
Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott Dich fest in seiner Hand!
Rüdiger Göbel, Schulleiter
Und hier ein kleiner Film vom Kollegiumschor...
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