Sport am Stoppenberg
1 kl 2 kl   3 kl 4 kl 
 5 kl  6 kl  7 kl  8 kl
 9 kl  10 kl  11 kl  12 kl

Am 25. Mai dieses Jahrs geschah etwas, dass der globalen Debatte zum Thema Rassismus einen weltweiten Aufschwung bescherte und Menschen aus vielen Ländern dazu bewegte auf die Straßen zu gehen und für Gleichberechtigung zu demonstrieren. An diesem Tag wurde George Floyd von vier Polizisten durch eine gewaltsame Festnahme getötet, Passanten filmten es, das Video ging viral und überall auf der Welt sorgte es für Aufsehen und Betroffenheit. Viele, insbesondere junge Menschen, setzten sich vermehrt mit dem Thema auseinander und unterstützen die Demonstrationen oder Anti-Rassismus Organisationen.

 

Mich hat das Thema und die rasante Entwicklung, die es erlebt hat, nicht mehr losgelassen und ich wollte etwas tun, um die Probleme und Geschichten auch in meinem Umfeld zur Sprache zu bringen und eine Gesprächsgrundlage zu schaffen. Ich fragte Freunde, ob sie mir helfen würden etwas auf die Beine zu stellen und fand an die 20 Leute, die Zeit und Lust hatten sich einzusetzen und für das Thema stark zu machen. Wir wollten einen Anstoß für fehlende Aufmerksamkeit der Probleme, wie zum Beispiel Rassismus im Alltag auch bei uns in Deutschland, geben. Da die meisten von uns auf Grund von Corona nicht an den Demonstrationen teilnehmen konnten und durften und unsere Mittel generell beschränkt waren, kam ich auf die Idee ein Fotoprojekt zu planen. Das Ziel sollte sein die Aufmerksamkeit der Leute, die es sehen zu erlangen und sie für das Thema zu sensibilisieren, mehr darüber nachzudenken und zu hinterfragen, ob sie selbst Teil des Problems sind.

Teil des Problems zu sein bedeutet nicht unbedingt nur rassistisch an sich zu sein. Es bedeutet auch,  sich neutral zu verhalten. Es reicht nicht, zuzusehen und zu sagen “Ja Rassismus ist schon eine schlimme Sache”, dann aber nichts weiter dagegen zu tun. Etwas `zu tun` beginnt schon damit darüber zu reden, sich zu informieren und nachzusehen was man selbst tun kann, um Rassismus zu bekämpfen. Die Begriffe “White Silence” und “White Privilege”, die unteranderem auch in unserem Fotoprojekt zu finden sind, stehen für die Macht die man als weiße Person in diesem Kontext hat. White Privilege (=weißes Privileg) bedeutet Vorteile zu haben, einzig und allein, weil man weiß ist (zb. bei Vorstellungsgesprächen, im Alltag, Immobilien kaufen oder mieten und vielem mehr). Diese weißen Privilegien entstehen einzig und allein durch die Hautfarbe und Herkunft der betreffenden Person und sind dementsprechend vollkommen unsinnig. White Silence (= weiße Stille) bedeutet, die Privilegien als weißer Mensch gegen Rassismus nicht zu nutzen. Sondern still zu sein, zu zusehen und Nichts zu tun. Die meisten Menschen bei denen White Silence `auftritt`, meinen es nicht böse, sie fühlen sich einfach nicht angesprochen, da das Thema Rassismus sie nicht betrifft. Dabei können weiße Menschen im Kampf gegen Rassismus, durch ihre Privilegien viel ändern. Sie können aufstehen und sagen “Nein, das ist nicht fair und nicht richtig” ohne viel Gegenwehr erwarten zu müssen. Für Opfer von Rassismus ist dies oft schwer, da sie von anderen oft als aggressiv oder zu sensibel angesehen werden.

Die meisten Bilder sind unserer Meinung nach selbsterklärend bieten aber trotzdem Spielraum für Interpretation Das einzige Foto, welches vielleicht noch einer kleinen Fußnote bedarf ist wohl das Foto auf dem Einige der Teilnehmer bäuchlings auf dem Boden liegen, die Hände auf dem Rücken gekreuzt. Es ist als Hommage an Georg Floyd gedacht, der mehr als 8 Minuten in dieser Haltung, mit dem Knie eines der Polizisten im Nacken auf der Straße lag und sterben musste.

Ich bin ihnen dankbar, wenn sie sich die Zeit genommen haben diesen Text bis hierhin zu lesen und wir haben unser Ziel erreicht, wenn sie jetzt mehr über das Thema nachdenken und mit offenen Augen und Herzen durch ihr Leben gehen. Wenn sie das Thema mit Bekannten und Freunden diskutieren und die Augen nicht davor verschließen als wäre es nicht da.

Infos zur Anmeldung neuer SchülerInnen

123RF Stock Foto

Sie wollen Ihr Kind bei uns anmelden oder einfach nur etwas über unsere Arbeit erfahren?

Hier geht es zu
weiteren Infos!

Logo Digitale Schule

Aktueller Jahresplan

termin kl

Handwerk aktuell

Ehemalige

Hoffnung für Haiti

Infos und mehr

Fotos vom Lehrerkollegium
°

Wir suchen weiterhin engagierte LehrerInnen, die sich eine Arbeit an unserer Schule vorstellen können.
°
logo_wolfburg
Kooperationspartner
HeuteHeute1328
GesternGestern1710
Diese WocheDiese Woche1328
Dieser MonatDieser Monat37182
InsgesamtInsgesamt3644798
Größter Besuch 06.05.2020 : 5543
Besucher zur Zeit 22