Sport am Stoppenberg

IMG 0388Auch in diesem Jahr war die gemeinsame Segelfreizeit von Sekundarschule und Gymnasium ein gut angenommenes Angebot. Gemeinsam mit den Schulsozialarbeitern starteten 56 Schülerinnen und Schüler in die Herbstferien. Quartier für die erste Ferienwoche boten die Segelschiffe “Actief“ und „Zeemeeuw“, die wir im niederländischen Harlingen enterten. Bereits am ersten Segeltag sorgte guter Wind dafür, dass sich alle schnell an die anstehenden Aufgaben und Abläufe gewöhnten. Die Segel mussten hochgezogen, im Wind oder bei Manövern immer mal wieder korrigiert und in Schleusen und beim Erreichen des Zielhafens natürlich auch wieder zusammengelegt und verpackt werden. All dies erforderte Kraft und diese Aufgaben konnten wir als Schiffsbesatzung nur gemeinsam bewerkstelligen. Es klappte schon ganz gut und als wir am ersten Abend den Hafen von Stavoren am IJsselmeer erreichten, waren auch Maat und Skipper mit unserer Leistung zufrieden.

Der nächste Tag führte uns dann hinaus auf die Waddenzee, wo wir uns nach getaner Segelarbeit eigentlich im Hafen von Oudeschild auf der Insel Texel entspannen wollten. Für die Besatzung der „Actief“ fand die Entspannung allerdings unerwartet an Bord statt. Eine ungenaue Seekarte sorgte dafür, dass wir plötzlich doch keine „handbreit Wasser“ mehr unter’m Boot hatten. Wir saßen bei einsetzender Ebbe auf einer Sandbank fest! Da die Plattbodenschiffe keinen Kiel besitzen, war das nicht weiter gefährlich. Wir mussten halt lediglich warten, bis die Flut dafür sorgen würde, dass unser Segler wieder schwimmen konnte. Es herrschte für drei Stunden „himmlische Ruhe“ und wir relaxten bei Musik und Spielen an Bord. Entsprechend spät kamen wir in der Dämmerung in Oudeschild an, was uns aber nicht wirklich störte. Freundlicherweise hatte die Besatzung der „Zeemeeuw“ unsere Einkäufe mit erledigt und wir konnten den Abend gemeinsam ausklingen lassen.

Von Texel aus führte uns unsere Route weiter nach Terschlling. Hier kamen wir nach einem perfekten Segeltag mit beiden Schiffen zeitig an und konnten die Schönheit der Insel am Nachmittag genießen. Bei den Planungen für den nächsten Segeltag, stellte sich ein kleineres Problem heraus: für den Freitag waren Windböen bis Windstärke 9 angesagt – zu viel, um eine sichere Fahrt garantieren zu können. Gemeinsam mit den Skippern entschieden wir also, bereits am Donnerstag zurück nach Harlingen zu segeln und den Freitagmorgen (dann bereits am Endpunkt unserer Reise angekommen) ganz entspannt zu gestalten. Gesagt, getan. Wir kreuzten also auf dem Weg von Terschelling nach Harlingen noch das ein oder andere Mal und erreichen den Hafen am Nachmittag. Da wir am folgenden Tag „nur noch“ die Schiffe (auf)räumen mussten, konnte das Frühstück in Gleitzeit eingenommen werden und die Besatzungen wurden nicht, wie sonst üblich, zeitig zu neuen Abenteuern geweckt. Nachdem alles gepackt und in den Bus verladen war, stand noch die traditionelle Abschlussmahlzeit auf der Tagesordnung. Wie immer schaffte es der Imbiss unseres Vertrauens, in kürzester Zeit, 60 hungrige Seeleute mit Pommes und Frikandeln zu versorgen. Während wir auf den Bus warteten, überzeugten uns übrigens kräftigste Winde und starke Regengüsse davon, dass es wirklich eine gute Idee war, nicht auch noch den Freitagvormittag auf dem Wasser zu verbringen… Wir danken an dieser Stelle unseren Schülerinnen und Schülern, die in der ersten Ferienwoche als Besatzungen von „Actief“ und „Zeemeeuw“ einen sehr guten Job gemacht haben – wir hatten viel Spaß mit Euch!

Wie immer geht unser Dank auch an unsere weiblichen Teamerinnen sowie die Matrosen und Kapitäne der Schiffe – ohne Euch geht gar nix! Auch den Fördervereinen der Schulen sei an dieser Stelle einmal gedankt! Ohne Ihre jährliche „Finanzspritze“ könnten wir die Herbstfreizeit des Schulzentrums so nicht durchführen!

 Holger Sieg, Markus Schumacher

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