Sport am Stoppenberg

IMG 2231In einer Zeit, in der wieder Rechte aufmarschieren, menschenverachtende Aussagen tätigen und unsere Demokratie in Frage stellen, ist es uns als Schule eine Herzensangelegenheit eine Erinnerungskultur zu bewahren und ein Bewusstsein zu schaffen, das auch die jüngere Generation, unsere Schülerinnen und Schüler, für Rassismus, Unrecht, Gewalt und Ausgrenzung sensibilisiert.

In der letzten Woche machte sich eine kleine Schülergruppe aus der Oberstufe auf den Weg zur KZ-Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar. Nach der Ankunft in der Jugendherberge nahm sich die Gruppe Zeit, um Erwartungen an den Besuch der Gedenkstätte zu formulieren.

Der nächste Tag startete nach dem gemeinsamen Frühstück mit gemischten Gefühlen. Die Schülerinnen, Schüler und ihre Begleiter spürten schon bei der Auffahrt auf den Ettersberg eine große Beklemmung. Der einsetzende Schnee und der immer spürbare starke Wind an dem an Weimar angrenzenden Ort, verstärkte ein Gefühl von Kälte und Traurigkeit. Unser Besuch startete mit einer Filmvorführung, durch die wir mit der Historie des ehemaligen Konzentrationslagers und mit Zeitzeugeninterviews konfrontiert wurden. Nach dieser Einführung startete unsere gebuchte Führung über das Gelände. Wir standen abwechselnd fassungslos, traurig und wütend an den einzelnen Orten einer beschämenden Geschichte in der Vergangenheit Deutschlands. Der abschließende Besuch im Museum auf dem Gelände ermöglichte eine vertiefte Auseinandersetzung mit Schriftstücken, Fotos und Gebrauchsgegenständen. Das eben Gehörte und Gesehene wurde dadurch noch greifbarer. Die anschließende Kunstausstellung, die Zeichnungen, Bilder und Skulpturen von ehemaligen Häftlingen zeigte, eröffnete uns nochmal einen anderen sehr emotionalen Zugang.

Ziemlich aufgewühlt verließen wir die Gedenkstätte. Die Gespräche direkt im Anschluss verliefen eher einsilbig. Jeder brauchte erst einmal etwas Abstand, Zeit für sich. Am Abend nutzten wir die Zeit, um den Tag zu reflektieren und es wurde klar, dass sich einige Fragen ständig wiederholten: „Was hätte ich getan? Hätte ich mitgemacht? Hätte ich den Mut gehabt, mich unter Einsatz meines eigenen Lebens gegen das System zu stellen?“ Auch Fragen wie: „Wie hätte ich mich als Gefangener gefühlt oder verhalten?“ beschäftigten uns.  Am Ende waren wir uns einig: unsere jetzige Verfassung ist ein Geschenk, das nicht selbstverständlich ist. Sie wurde hart erkämpft und soll sichern, dass Ausgrenzung, Hass und Gewalt, die Unterdrückung von Schwächeren, nie wieder einen Platz in unserer freien Gesellschaft finden und die Indoktrination einer Gesellschaft durch politische Einflussnahme für immer verhindert wird. 

Wir sind anders wieder an den Stoppenberg zurückgekehrt. Anders insofern, dass wir uns noch stärker dafür verantwortlich fühlen, dass so etwas niemals wieder geschieht.

Julia Salm

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