Sport am Stoppenberg
IMG 2217Frage: Warum treiben sich 19 Schülerinnen und Schüler des Schulzentrums Am Stoppenberg ausgerechnet in einer der kältesten Nächte des Jahres, bis in den späten Abend, in der Essener Innenstadt rum?
Antwort: Weil sie freiwillig an den jährlich stattfindenden „Ora et labora-Tagen“ der Schulen teilnehmen!
Die „Ora et labora-Tage“ sind Projekttage, die interessierten Schülerinnen und Schülern der Sekundarschule und des Gymnasiums immer in der Jahrgangsstufe neun angeboten werden. Verantwortlich für dieses Angebot sind Schulseelsorger und Schulsozialarbeiter.
Die Jugendlichen sind eingeladen, im Rahmen der Projekttage gemeinsam zu „beten und zu arbeiten“. Auch in diesem Jahr standen die Tage wieder unter dem Motto „helfende Hände“.
„Gearbeitet“ wurde an diesen Tagen wie immer im ganz normalen Unterricht. Nach Schulschluss traf sich die Gruppe im BIB, wo gelebt, gegessen und mit Isomatten und Schlafsäcken auch übernachtet wurde.
Der Programmteil „beten“ führte uns am ersten Projekttag zu Menschen und Institutionen, die „helfende Hände“ reichen. Im Rahmen einer alternativen Stadtwanderung besuchten wir zunächst wieder die Suppenküche der Missionarinnen der Nächstenliebe („Mutter Theresa Schwestern“).
Nach vielen Informationen zum Leben und Arbeiten der Ordensschwestern ging es weiter zum „Sozialdienst Katholischer Frauen“ (SKF). Hier stellte uns die Leiterin der Aufnahmestelle für minderjährige, alleinreisende, weibliche Flüchtlinge ihre Arbeit vor. Uns wurde die Situation, in der sich diese Mädchen und jungen Frauen befinden, sehr deutlich. Kaum einer von uns konnte sich wirklich vorstellen, welche Verzweiflung herrschen muss, aus der heraus ein Mädchen (oft noch nicht einmal so alt wie die Schülerinnen und Schüler unserer Gruppe) es auf sich nimmt, Heimat, Familie und Freunde zu verlassen und sich völlig allein auf einen gefährlichen Weg in eine ungewisse Zukunft zu machen.
Zu Fuß führte uns unser Weg im Anschluss weiter durch die eiskalte Nacht zum Essener Hauptbahnhof. Dort lernten wir die Bahnhofsmission mit ihren vielfältigen Aufgaben und Hilfsangebote kennen. Der ein oder andere war so angetan, dass schon Nachfragen nach einem evtl. möglichen Praktikum bei der Bahnhofsmission gestellt wurden.
Die letzte Station an diesem Abend war ein Besuch in der Diözesanstelle des BDKJ (Bund der Deutschen Katholischen Jugend). Hier warteten zu unserer großen Freude nicht nur die Vorsitzende des Diözesanverbands, sondern auch heiße Getränke auf uns. Gestärkt konnten wir uns über die Arbeit und Hilfsangebote des BDKJ informieren. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Vorstellung der Sternsinger Aktion und vor allem der Frage „Was passiert eigentlich mit den gesammelten Geldern?“
Nach der Heimreise zum Stoppenberg endete der erste Tag der „Ora et labora- Tage“ mit der gemeinsamen Abendrunde im COM-Gebäude.
Sichtlich erschöpft aber auch voller neuer Erfahrungen, sanken alle gegen 0.00 Uhr in ihre Schlafsäcke.
Der nächste Morgen begann nach dem herzerfrischenden Weckruf mit einem Frühstück in Etappen. Nach einem ersten Kaffee und einem ersten Brötchen nahmen wir gemeinsam an der Frühschicht des Schulzentrums in der Fastenzeit im COM-Gebäude teil. Zurück im BIB, war noch Zeit für ein weiteres Brötchen und das Vorbereiten von „Stullen“ für den Tag. Nun lag ein „ganz gewöhnlicher Schuldonnerstag“ vor uns allen, bis wir uns am Nachmittag wieder im BIB trafen.
Das Programm war diesmal nicht ganz so dicht. Viele Schülerinnen und Schüler nutzen die Zeit, um sich noch einmal zu Lerngruppen zusammenzufinden. Am nächsten Tag standen für viele Teilnehmer Klassenarbeiten an.
Der Themenblock dieses Tages begann erst nach dem gemeinsamen Abendessen und stellte ganz praktische Übungen in den Vordergrund. Es kam darauf an, selbst „helfende Hände“ zu reichen und gemeinsam vorgegebene Aufgaben zu lösen.
Zum Einstieg beschäftigten wir uns kurz mit der Ausstellung „Fingerzeig“ im COM-Gebäude. Anschließend führte uns ein gemeinsamer Spaziergang mit verbundenen Augen über das Schulgelände bis zur Sporthalle. Hier warteten Aufgaben wie der Turmbau mit dem „Tower of Power“ oder der frei Fall vom Kasten in die Arme der anderen auf die Schülerinnen und Schüler. Alle Aufgaben stellten hohe Anforderungen an gegenseitiges Vertrauen und Einsatz füreinander.
Beendet wurde der Tag noch einmal im COM-Gebäude. Wir setzten uns noch einmal intensiv mit den Exponaten der schon erwähnten Ausstellung auseinander. Die gemeinsame Abendrunde stellte den Tagesabschluss dar.
Letzter Programmpunkt der „Ora et labora-Tage“ war wie in jedem Jahr die gemeinsame Morgenrunde und das Frühstück am Freitag. Jetzt musste nur noch der anschließende Unterrichtstag absolviert werden.
Die „Ora et labora-Tage“ waren wieder ein schönes und lohnenswertes Erlebnis. Wir danken allen, die uns zu sehr ungewöhnlichen Zeiten die Besuche am ersten Abend ermöglicht haben und uns vor Ort mit viel Engagement zur Verfügung standen. Auch Concetta Fernicola, die die Tage als Ansprechpartnerin für die weiblichen Teilnehmerinnen begleitete, ein herzliches Dankeschön!
Vielen Dank natürlich auch allen Schülerinnen und Schülern, die sich – für viele trotz der „drohenden“ Klassenarbeiten am Freitag - auf diese Projekttage eingelassen haben!!!
Eva Marciniak & Andreas Strüder, Schulseelsorger
Holger Sieg & Markus Schumacher, Schulsozialarbeiter 

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