Sport am Stoppenberg

bildlkberlinEine Tagestour des Leistungskurses Sozialwissenschaften in der Q2 ins politische Berlin

Fünf Uhr – noch nachtschlafen treffen sich 18 Schülerinnen und Schüler sowie ihr ausgeschlafener LK-Lehrer (;-) am Essener Hauptbahnhof. Es geht leider noch nicht zum DFB-Pokalfinale zwischen dem BVB und S 04, sondern zu neuneinhalb Stunden Politik intensiv in die Bundeshauptstadt. Finanziell unterstützt wird der Trip dank einer Einladung der Bundestagsabgeordneten Jutta Eckenbach aus unserem Wahlkreis Essen II.

Ein frischer, aber sonniger Morgen in Berlin: Entlang der üblichen Touristenroute mit Stadtschloss (Großbaustelle), Prachtstraße „Unter den Linden“ (mehrere Großbaustellen), Friedrichstraße mit dem geschichtsträchtigen früheren Kontrollpunkt „Checkpoint Charlie“ (mal keine Baustelle, Mc D. ist in bester Sichtachsenlage fertig gestellt) geht es ins Bundesfinanzministerium, dem Detlev-Rohwedder-Haus (benannt nach dem 1991 ermordeten Treuhandchef). Frau Helten vom Referat für Bürgerangelegenheiten geht engagiert auf unsere Fragen ein und hält sich auch mit ihrer persönlichen Einschätzung nicht zurück. In einer lebhaften Diskussion zur Staatsverschuldung und dem aktuell propagierten Ziel der „schwarzen Null“ und der bevorstehenden „Schuldenbremse“ differenzieren wir den Begriff „Schulden“ nach konsumtiven und investiven. In diesem Zusammenhang erfahren wir auch am Beispiel der Anschaffung von Rüstungsgütern, wie man durch bilanztechnische Kniffe die Staatsverschuldung optimieren kann, ohne auch nur einen Euro weniger auszugeben. Man deklariert sie, wie neuerdings geschehen, als Investitionen (in mehr Sicherheit?) anstatt sie wie bisher als konsumtive Kosten zu betrachten. Eine lebhafte Diskussion schließt sich den Ausführungen an. Zeitlich eng getaktet gehen wir entlang dem Gedenkpunkt „Topographie des Terrors“, einem Mauerrest und dem Holocaust-Mahnmal zum Brandenburger Tor. Mal wieder nur ein Fototermin und weiter ins Paul-Löbe-Haus zum Mittagessen und anschließend für eine ganze Stunde auf die Besuchertribüne in den Bundestag. Von einem Verdauungsschläfchen hält der Besucherdienst gar nichts, auch die Besucherränge werden vom Bundestags-TV aufgenommen und gelangweilt dösende Zuschauer kommen nicht gut an. Natürlich ist eine Debatte zum Bundeshaushalt nicht immer so spannend wie das Pokalfinale. Es bleibt anspruchsvoll und interessant, sogar mit Anknüpfungspunkten zum Unterricht, wenn es um den evtl. gefährdeten Verbraucherschutz bei großen Freihandelsabkommen geht. Ganz persönlich und fast herzlich das Treffen mit der CDU-Bundestagsabgeordneten Jutta Eckenbach: Sie nimmt sich viel Zeit für unsere Fragen zu ihrem politischen Werdegang und für die, viele Schüler bewegenden Fragen rund ums Asylrecht und dessen konkrete Umsetzung im Stadtteil. Anschließend führt uns Frau Eckenbach noch spontan durch den Reichstag, zeigt uns die eine oder andere Abgeordneten-Lounge und ganz stolz die Bundestagskapelle. Herzlichen Dank, Frau Eckenbach! Auch ohne einen Pokalsieg der jeweiligen Lieblingsmannschaft war der Trip nach Berlin ein spannender, abwechslungsreicher Tag, leider viel zu kurz. Aber vielleicht heißt es ja am Samstag, 30. Mai 2015, wirklich „Berlin, Berlin …“, und dann bleiben wir bestimmt einen Tag länger.

Rainer Hogrebe

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