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Pirandello - Die Riesen vom Berge

"Zwar fehlt es uns am Nötigsten, aber von allem Überflüssigen haben wir mehr als reichlich."

Über zwei Stunden lang führten die SchülerInnen des Literaturkurses der Stufe 12 die 320 Zuschauer der Premiere von "Die Riesen vom Berge" in eine andere Welt. Eine Welt voller Poesie und reicher Bilder. Eindrucksvoll unterstützt von Musik(Live und Konserve), Sounds und zahlreichen Visualisierungen auf zwei großen Leinwänden gelang es dem großartig aufgelegten Ensemble, die Besucher teilhaben zu lassen am Schicksal der Gräfin und ihrer Schauspieltruppe, die letztendlich scheitern müssen angesichts der Rohheit der Gesellschaft, der sie das Märchen vom vertauschten Sohn erzählen wollen.
Wirklich ein tolles Stück Stoppenberger Schultheater, anders als die "Nibelungen" des letzten Jahres, anders auch als der "Sommernachtstraum" von 2007, ein leises Stück, das aber gerade deshalb in den Bann zieht und sich im zweiten Teil zu einem fulminanten Tempo steigert und schließlich in die Katastrophe führt.
Wer jetzt noch keine Karten hat, der sollte sich schnell welche besorgen. ________________________________________
Weitere Termine:
21. Juni und 27. Juni jeweils 19.30 Uhr
Karten gibt es im Schülerbüro und in den Mittagspausen vor dem Tagesheimbüro
Vorbestellungen per Email bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder im Schülerbüro (Tel 0201 831003)
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Zum Inhalt:
Die Gräfin Ilse findet mit ihrer Schauspielertruppe Zuflucht in einer rätselhaften Villa. Hier lebt Cotrone, der Zauberer, mit einer Schar Aussteiger in einer eigenen Welt zwischen Traum und Wirklichkeit.
Zwei Jahre lang sind die Schauspieler nun schon unterwegs, um ihr Stück, das Märchen vom vertauschten Sohn unter die Leute zu bringen. Ilse sieht es als ihre Pflicht, diesem Drama zu Ruhm zu verhelfen. Es ist das Werk eines jungen Dichters, der sich ihretwegen umgebracht hat. Der Versuch, die Poesie des Stückes den Menschen nahe zu bringen, hat die Truppe um Ilse an den Rand des Ruins gebracht. Ihre Hoffnung richtet sich nun auf Cotrone, der die Schauspieler bereits erwartet hat.
Die Riesen vom Berge hat Pirandello nie vollendet, obwohl er mehr als acht Jahre lang daran gearbeitet hat. Das Finale, die tatsächliche Begegnung mit den Riesen, bleibt bei ihm aus.
Immer wieder entwirft er einen vierten Akt, um ihn anschließend zu verwerfen. In der Nacht seines Todes erzählt er dem Sohn, dass er die Riesen in seinem Kopf nun doch noch vollendet hat.
Gemäß dieser von seinem Sohn veröffentlichten Ideen haben wir einen vierten Akt im Sinne Pirandellos ergänzt. (Text: Katharina Münstermann).

Unsere Schauspieler begegnen aber nicht den Riesen selbst sondern nur deren Lakaien, die gerade eine Hochzeit feiern. Die Begegnung endet in einer Katastrophe, weil für Poesie, Träume und Phantasie in einer Welt der Realitäten, des sozialen Elends und der Sachzwänge kein Platz mehr ist.

Zum Autor:
Luigi Pirandello wurde am 28. Juni 1867 geboren und ist im Dezember 1936 verstorben. Er revolutionierte das Theater und erhielt 1934 den Nobelpreis für Literatur.
Er schrieb hauptsächlich für das Theater, aber auch seine Kurzgeschichten und Novellen erlangten großes Ansehen. Mattia Pascal, der heute noch auf dem italienischen Lehrplan steht, zählt zu den einflussreichsten europäischen Romanen und gilt als der Grundstein der modernen italienischen Literatur. In seinen Novellen entwickelte er seine Gedanken oft in Gestalt sizilianischer Legenden oder italienischer Ereignisse. Pirandello verfasste über 350 Kurzgeschichten, hauptsächlich über realistische Themen des italienischen und sizilianischen Lebens. Weniger Beachtung fand seine Lyrik.

Probenfotos (Marcus Becker)


Plakatentwurf: Anna Teufel

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